Archiv für Januar 2009

Adieu, Volvic!

Tag 14: Wehmut schleicht sich ein. Vorbei ist der Wassertest. 14 Tage lang habe ich jeden Tag zwei Liter Wasser getrunken. Ganz brav. Habe verschiedene Methoden ausprobiert (Gläser aufgestellt, Flaschen herumgeschleppt, Wecker installiert) und gespannt in mich hineingehorcht, was das Wasser mit meinem Körper anstellt. Nun kann ich ein Fazit ziehen.

Zunächst mal sei gesagt: Es hat nichts geschadet. Es geht mir nicht schlechter als vorher. Und auch wenn ich keine magischen Veränderungen feststellen kann, nehme ich eine wichtige Lehre mit: Es gibt drei Situationen, in denen ich generell zu wenig trinke, und das tut mir gar nicht gut. Diese Situationen sind Krankheit, Stress und Reisen. Bei Krankheit bin ich einfach zu sehr beschäftigt mit dem Kranksein, um an Wasser zu denken. Bei Stress habe ich ebenso wichtigeres im Kopf. Und auf Reisen hab ich keine Lust auf Pinkelpausen.

Genau diese drei Situationen aber haben mir in den vergangenen zwei Wochen gezeigt, dass es extrem wichtig ist, genügend zu trinken. Irgendwie ölt das die Rädchen im Kreislauf, es wäscht den Sand aus dem Getriebe und alles geht ein wenig leichter. Ich werde auch weiterhin versuchen, ausreichend zu trinken. Werde ein Fläschchen Wasser dabei haben, wohin ich auch gehe: egal, ob ich auf eine Hochzeit eingeladen bin oder auf eine Beerdigung. Ich werde weiterhin versuchen, zwei Liter pro Tag zu trinken und besser auf mich aufzupassen. Ich hoffe, Ihr tut es ebenso!

Der vorletzte Tag

Tag 13: Da sich der Volvic-Test nun wirklich dem Ende zuneigt und ich morgen mein großes Fazit ziehen werde nach 14 Tagen Wassertrinken, wird es Zeit, mal zu sehen, was ich da eigentlich jeden Tag in mich reinschütte. Gut, auf der Flasche steht “natürliches Mineralwasser ohne Kohlensäure”. Das lässt mich schonmal erleichtert aufatmen. Hätte schlimmer sein können. Ich hätte zum Beispiel zwei Wochen lang Ameisensaft trinken können oder aus leeren Tonerkassetten gefilterten Dreck. Nein, es war nur Wasser. Puh.

Ich finde auch löblich (und da wird sich mein Auftraggeber natürlich freuen, wenn ich ihn hier lobe, oder?), dass er nichts Verschwurbeltes auf die Flaschen schreibt. “Natürliches Mineralwasser ohne Kohlensäure”. Ohne das “Hydrogencarbonat-Natrium-Plus”. Mich ärgert es jedes Mal, wenn ich solche Sätze lese. “Leute, Ihr verkauft Wasser!” will ich den Entscheidern in solchen Firmen immer entgegenbrüllen, aber wahrscheinlich sitzen die den ganzen Tag eh unter Wasser und hören nur ein Blubbern. Anders kann ich mir solche Sätze und Slogans nicht erklären. Da finde ich es eben gut, dass Volvic draufschreibt: Leute, das Zeug kommt aus’m Berg, aus’m Vulkan um genauer zu sein, und wir füllen es in Flaschen. Nicht mehr und nicht weniger. Ganz ohne Zauberei. Das war jetzt meine Interpretation, keine Sorge, die haben das natürlich schöner ausgedrückt.

Wer beim Trinken auch gerne was lernt, der sollte sich die Grafik anschauen, die auf der Klebebanderole zu sehen ist. Da sickert das Wasser nämlich durch eine Humusschicht, dann durch Andesit, Puzzolan, Basalt und landet dann auf einem Granitsockel. So ist das in den französischen Bergen. Und unten kommt dann Volvic raus. Oder so. Warum ich das jetzt hier erzähle? Ganz einfach. Ich habe in meinem ersten Blog-Posting hier versprochen, dass ich über Puzzolan schreiben werde. Das Ergebnis: Wenn man bei Google “Volvic” und “Puzzolan” eingibt, kommt als zweiter Treffer gleich mein Blogeintrag. Ist doch super, oder? Wenn ich jetzt also nochmal über Puzzolan schreibe, bin ich gespannt, ob ich an Nummer eins rutsche. Ich tue eben alles für ein gutes Google-Ranking.

Jetzt aber mal im Ernst: Hättet Ihr bei dem Begriff Puzzolan an eine Gesteinsschicht gedacht? Sicher nicht. Ich finde, das klingt eher nach einem schwer zu lösenden Netzwerkproblem. Oder nach einem grünen Schwamm, mit dem man besonders gut Ecken putzen kann. Könnte aber auch ein Tier sein, dann aber ein eher kleines, langes und fast durchsichtiges, das gerne im Korallenriff haust und sich von einsamen Seepferdchen ernährt. Oder? Was meint Ihr?

PS: Keine Angst – derartige Gedanken werden NICHT durch Wassertrinken ausgelöst. Egal welcher Marke. Die hatte ich auch vorher schon. Sogar als Teenager, als ich mich ausschließlich von Zitronenlimo ernährt habe. Nein, nicht ernährt – ertrunken? Hmmm…

PPS: Wusstet Ihr, dass es in Deutschland 499 Mineralwässer gibt? Weltweit natürlich noch viel mehr! Wenn Euch also mal jemand fragt, was die Leute in Jamaika so trinken, dann könnt Ihr brüllen: Catherine’s Peak! Denn Ihr kennt ja diese Seite...

Fremdtrinken in Water-Loo

Tag 12: Der Tag fing gut an: Schweiz, Österreich, dann Deutschland. Fühlte sich etwas nach Rockstarleben an. Und abends zu ABBA. Also natürlich nicht zu den echten Abbas, sondern Klon-Abbas. Warum ich da war – das tut hier nichts zur Sache. Aber ich dachte: Hey, endlich mal wieder ein Konzert. In letzter Zeit geh ich ja eher zu Kabarett-Veranstaltungen, der so genannten Kleinkunst. Das kommt so ab 30…

Die Großkunst lockte also in die Münchner Olympiahalle, und ich habe mein altes Konzert-Wissen vorgekramt. Das hab ich als Teenager perfektioniert bei zahllosen Open Airs. Mein System geht so: Zunächst mal keine Tasche mitnehmen. Nervt und dauert ewig bei der Kontrolle. Und nichts, was nicht dreckig werden darf. Und natürlich nichts, was geklaut werden könnte.

Perfekt ist: Linke Hosentasche S-Bahn-Karte, Eintrittskarte, 20 Euro. Linke Jackentasche: Handy und Lippenstift. Rechte Jackentasche: Schlüssel und Taschentücher. Fertig. Alle Taschen mit Reißverschluss, versteht sich. Und alles waschbar.

Heute war ich nun zwar bei einem Konzert, aber ohne es zu wissen bei einem voll bestuhlten. Der Herr neben mir zog ein kleines Blümchen-Täschchen hervor und zog daraus ein goldenes Opernglas. Geklatscht wurde von ihm eher zaghaft, aufgestanden wurde natürlich auch nicht. Damit war er nicht der Einzige…

Ich glaube, ich bin heute in eine neue Lebensphase hineingeschliddert. Ach ja, hier geht es ja ums Wassertrinken! Dazu kann ich nur sagen: Ich habe heute fremdgetrunken, weil ich mir in der Schweiz etwas blöd vorkam. Wer sagt schon zum Kellner: “Ein stilles Wasser, aber bitte nur Volvic”? Das muss ich noch üben. Wasser, Wasser, was noch? Ach ja: ABBA hat als Zugabe “Waterloo” gespielt. WATER-Loo…

Die Pi-Pa-Pinkelpause

Tag 11: So, jetzt reden wir mal nicht mehr um den heißen Brei herum. Wassertrinken kann manchmal auch richtig nerven, weil man ständig Pinkelpausen einlegen muss. Während der Arbeit finde ich das ja noch ganz angenehm – da hat man mal einen legitimen Grund vor dem Computer zu flüchten und mal ein paar Minuten völlig analog zu sein. Die digitale Welt hat ja soweit ich das sehe noch keinen Einzug in die deutsche Toilettenszene gehalten. Warum eigentlich nicht? Bin ich da gerade auf eine Marktlücke gestoßen? Fällt Euch eine tolle digitale Toiletten-Geschäftsidee ein?

Ich war jedenfalls heute auf dem Weg nach Konstanz, in meine Geburtsstadt. Da ich letztes Mal ökologisch korrekt mit dem Zug fuhr (hier niedlich “Seehas” genannt) und gefühlte 12 (reale 7) Stunden unterwegs war, fuhren wir diesmal mit dem Auto. War auch sehr entspannt, muss ich sagen. Keine drei Stunden Fahrt und gekostet hat es einfach und ohne Benzin auch nur 120 Euro. Warum? Tja, weil unser Navi den schnellsten Weg nach Konstanz berechnet hat. Für die Erdkundenieten sei gesagt: Konstanz, das ist diese deutsche Enklave in der Schweiz, südlich vom Bodensee. Der schnellste Weg führt also durch Österreich und die Schweiz. Untenrum, nicht obenrum. Und gleich nach der österreichischen Grenze wurden wir aus dem Verkehr gezogen – kein Pickerl (= Autobahnvignette) macht 120 Euro. Die Begründung “das Navi hat aber gesagt…” zieht übrigens bei den Beamten nicht.

Ich schweife schon wieder ab. Jedenfalls: Unterwegs und bei Minusgraden sind Pinkelpausen lästig. Vor allem dieser ständige Nervenkitzel, ob überhaupt jemals wieder ein Klohäuschen kommt. Und wenn dann eines kommt, denkt man an Leichen. Ich zumindest. Bei Klohäusern auf Rastplätzen denke ich an abgetrennte Arme im Gras und Leichen in Müllbeuteln. Oder im besten Fall an ausgesetzte Kampfhunde. Waren aber zum Glück keine da. Keine Hunde, keine Leichen. Vielleicht, weil wir gerade in der Schweiz waren und die Schweizer einfach besser aufräumen? Morgen geht’s wieder heim – dann trotzdem lieber wieder obenrum…

Katzen würden Volvic…

Tag 10: Meine Mama macht mit beim Trinktest! Finde ich super. Dann fühle ich mich nicht ganz so allein. Also dachte ich heute: Warum nicht auch dem Herrn des Hauses was Gutes tun? Katerchen bekam heute zwei Wasser-Schälchen vorgesetzt und war etwas erstaunt, als er aus der Küche kam.

Nach kurzem Schnuppern entschied er sich sofort für das Volvic-Schälchen. Das kann jetzt natürlich mehrere Gründe haben: Entweder, ihm gefiel die Farbe des Schälchens besser. Oder sein feines Näschen hat dem wahren Katzengourmet sofort verraten, dass hier echtes Vulkanwasser aus Frankreich herangekarrt wurde. Oder, und das ist jetzt mein Favorit, er hat es satt, Leitungswasser zu trinken das nach Kalk und alten Kupferrohren schmeckt.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich Euch jetzt mit Katzengeschichten langweile – ich bin hier der Bestimmer, da müsst Ihr also durch. Denn: Auch Katzen kriegen gesundheitliche Probleme, wenn sie zu wenig trinken. Vor allem Kater. Der Tierarzt sagt dann: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kater genügend trinkt. Leicht gesagt. Einer hat mir sogar empfohlen, ihm mit einer großen Spritze Wasser in den Mund zu spritzen. Da macht man sich Freunde! Die Lösung für mich ist jetzt jedenfalls eine ähnliche wie die für Tiger. In der ganzen Wohnung verteilt stehen Wasserschüsseln für ihn – und Volvicflaschen für mich. Das ist in den letzten Tagen meine Trinkmethode geworden. Und so trinken Mensch und Tier beim Vorbeigehen ein paar Schlückchen und freuen sich, nie wieder deswegen zum (Tier-)Arzt zu müssen.

Der Trink-Check

Tag 9: Ok, eigentlich hätte ich das gleich am Anfang machen sollen, aber besser spät als nie. Ich hab gerade hier auf der Seite den Trinkgewohnheitscheck gemacht. Hätte nicht gedacht, dass der so poetisch ist! Ein Satz daraus: “Wenn eine Blume nicht ausreichend gegossen wird, lässt sie ihren Blütenkopf hängen. So ähnlich verhält es sich auch mit dem menschlichen Körper – wenn Sie zu wenig trinken, kann Ihr Körper nicht voll leistungsfähig sein.” Ich bin also ein vertrocknendes Gänseblümchen… Wie traurig…

Naja, eigentlich bin ich momentan eher eine Sumpf-Pflanze. Durch die Erkältung und meine derzeitige Arbeit als Dozentin hab ich so viel Durst, dass ich gestern über 4 Liter getrunken habe, fast ohne es zu merken. Gelernt dadurch: Zum Glück gibt es keine Überdosis. Im Test habe ich jedenfalls nicht schlecht abgeschnitten – aber ein Wasserstreber bin ich auch noch nicht. Ich arbeite weiter dran. Macht Ihr eigentlich aus Solidarität mit mir diesen Test oder bin ich ganz alleine?

Erkältungskur mit Heilwasser?

Tag 8: Leider wieder was gelernt: Volvic schützt vor Erkältung nicht. Schade eigentlich. Mich plagen jedenfalls Schnupfen, Husten und Heiserkeit, und das wird wohl noch eine Weile so weitergehen. Jedenfalls hab ich schlecht geschlafen und fühle mich groggy. Trotzdem trinke ich brav weiter Wasser und ich muss sagen: Das tut gerade wirklich gut. Normalerweise hab ich bei so einer Erkältung jedenfalls einen Brummschädel, und der ist diesmal ausgeblieben. Kann schon was damit zu tun haben – weiß man’s? Nein, man weiß es nicht. Ich hoffe aber Ihr verzeiht mir, dass ich heute nicht sehr gesprächig bin. Morgen wieder mehr, versprochen. Und vielleicht komme ich heute Abend endlich mal wieder zum podcasten, dann könnt Ihr einfach reinhören auf www.schlaflosinmuenchen.com. Reden ist irgendwie gerade einfacher als schreiben…

Wassermänner und Wasserfrauen

Tag 7: Familienfeier gut überstanden. Mitten in Niederbayern, 21 fröhliche Menschen, 2 so schlechte Alleinunterhalter, dass sie schon wieder gut waren. Und natürlich wieder zwei Liter Wasser. Nun habe ich das Glück, aus einer sehr lustigen und sehr alkoholfernen Familie zu stammen. Getrunken wurde wenig Wein, wenig Bier, und eine Menge Wasser und Apfelschorle. Laut war es trotzdem. Zeit für mich, zwischen Polonaise, Schunkeln und Trällern von Oktoberfesthits eine kleine Umfrage zu starten. Zugegeben, nicht ganz übertragbar auf ganz Deutschland oder gar die ganze Welt, aber doch erhellend – zumindest für mich.

Wenn man einer Frau kurz sagt, dass man gerade für einen namhaften Wasserhersteller testweise Wasser trinkt und wie sie es so hält mit dem Mineralhaushalt, dann kann sie eine halbe Stunde davon erzählen. Wieviel sie täglich trinkt, wann und warum, welche Methoden sie schon ausprobiert hat (Stichwort Edelsteinwasser), welche Marke sie am liebsten mag und so weiter. Zu etwas späterer Stunde kann jede Frau dann auch noch bereitwillig Auskunft darüber geben, wie oft sie ob des Wasserkonsums jeden Tag auf die Toilette saust.

Wenn man einen Mann fragt, wieviel er denn so jeden Tag trinkt, dann gerät er sofort in eine erschrockene Defensivhaltung. Zwei Bier am Abend seien ja noch kein Grund zur Beunruhigung, das sei in Deutschland doch so üblich. Wenn der Mann dann erleichtert feststellt, dass es doch nur um Wasser gehe, dann schaut er erstaunt. Wie viel er trinkt? Bis er keinen Durst mehr hat. Wann er trinkt? Wenn er Durst hat. Was er trinkt? Was da ist. So. Fertig. Nicht mehr und nicht weniger. Klar, über Surround-Sound-Anlagen und Hybridautos können sie Stunden reden. Auch wenn die nicht direkt zur eigenen Gesundheit und dem eigenen Wohlbefinden beitragen (auch darüber könnte man mit Männern Stunden diskutieren).

Das Ergebnis meiner Umfrage lautet: Männern ist Wasser egal. Sie trinken es – aber sie reden nicht drüber. Scheint ein Gentlemen’s Agreement zu sein. Zum Glück hat Volvic also eine Frau gefragt, wie es ist, jeden Tag zwei Liter zu trinken – sonst hättet Ihr hier sehr, sehr wenig zu lesen…

Mein guter Ruf ist ruiniert

Tag 6: Der Test hier zieht mittlerweile ganz schöne Kreise. Mein Podcasthörer Andreas schreibt: “Okay, wir kennen uns nicht persönlich, aber sollte ich Dich mal besuchen kommen, könnte ich jetzt ganz einfach eine Flasche Volvic als Geschenk mitbringen. Kein Grübeln über passende Pflanzen mehr, keine Angst, ob Du Wein magst oder das schleche Gewissen, dass Pralinen dick machen. Und das Wasser wäre gesund und Du hättest es nicht mal selber heim tragen müssen.” Nein, Freunde, so leicht kommt Ihr mir nicht davon!

Nur damit das klar ist: Ich möchte in Zukunft zu meinem Geburtstag kein Wasser geschenkt haben. Auch nicht zu Weihnachten. Ich will bei Einladungen in schöne Restaurants nicht nur Wasser trinken, und ich möchte auch meine Scheibenwaschanlage nicht mit Volvic füllen lassen (falls mein Automechaniker das hier liest). Ich möchte nicht in Volvic baden und ich möchte an Silvester nicht mit Volvic anstoßen (obwohl es mir besser schmeckt als Sekt, Prosecco und Champagner zusammen). Ich möchte meine Blumen nicht mit Volvic gießen und meine Katze nicht damit füttern (tränken?).

So, das musste ich mir jetzt mal von der Seele schreiben. Grins. Bei der Suche nach einem passenden Foto zu diesem Thema habe ich übrigens einfach bei Flickr das Stichwort “Geschenk” eingegeben und kam dadurch auf erstaunliche Geschenkideen. Zum Beispiel habe ich den kleinen zweisprachigen Seifenladen entdeckt, aus dem das Bild stammt. Da gibt es Teebeutel gefüllt mit Seife! Coole Idee. Und Ihr wisst ja: An meine Haut lasse ich nur Volvic – äh, Wasser und Seife! Bis morgen!

10 Liter für Aschenbrödel

Tag 5: So, heute mal Tacheles hier. Keine Sperenzchen mit Fotos und Audio und so. Heute wird hier mal eine erste Bilanz gezogen, immerhin sind die ersten zehn Liter vertilgt. Es ist ein komisches Leben als Versuchskaninchen, das kann ich Euch sagen! Ich stehe morgens auf und denke als Erstes an Wasser. Während ich dann das erste Gläschen trinke horche ich aufgeregt in mich hinein: Tut sich was?

Irgendwie warte ich auf ein Wunder. Kann ich plötzlich so gut sehen, dass ich keine Kontaktlinsen mehr brauche? Nehme ich auf wundersame Weise zehn Kilo ab? Habe ich auf einmal so viel Kondition, dass ich ohne Pusten im dritten Stock ankomme? Oder kann ich gar über Nacht die Katzensprache, nur weil ich endlich genügend trinke?

Bis jetzt hat sich noch kein Wunder eingestellt, und ich vermute langsam, dass ich in meiner Kindheit zu viele tschechische (schweres Wort, tippt das mal schnell!) Märchenfilme gesehen habe. Die Kehrseite gibt es auch: Ich will im Internet eigentlich gar nicht zu viel über das Thema lesen, weil ich mich nicht beeinflussen lassen möchte. Und trotzdem weiß ich, dass manche durch mehr trinken das ständige Kopfweh vermieden haben. Tja, das scheint bei mir schonmal nicht zu funktionieren, jedenfalls brummte mir gestern der Schädel – der bayerische Föhn lässt sich offenbar nicht mit Volvic vertreiben…

Eines kann ich sagen: Ich fühle mich nicht schlechter, seit ich ausreichend trinke. Und natürlich bin ich mächtig stolz auf mich, dass ich das endlich mal durchhalte. Weil ich weiß, dass ich mir was Gutes tue, fühle ich mich auch gut. Das funktioniert aber sonst auch mit einem Riegelchen Schokolade… Oh, das wäre doch eine Idee: Wasser mit Schokoladengeschmack! Ich schweife ab. Jetzt erstmal Frühstück – und danach zwei Liter Wasser. Was tut Ihr eigentlich Gutes für Euren Körper? Und für die Seele? Bin für Anregungen offen!

Dicke Spatzen und Fruchtwasser

Tag 4: Gestern war ich zum ersten Mal Flaschenfrau. Hab mir Volvic aus der riesigen 1,5 Liter-Flasche in eine kleine, verschraubbare Plastikflasche gefüllt und mitgenommen in die Arbeit. Die Folge: Alles in der Tasche war nass. War nicht schlimm – zum Glück ist es bei der derzeitigen Kälte draußen nicht gleich gefroren. Aber abends bin ich dann losgetigert, um mir kleinere Volvic-Flaschen zu kaufen, die anders als meine Hongkong-Thermoflasche nicht auslaufen. Und da bin ich auf die dicken Spatzen gestoßen – so nenn ich sie jetzt einfach mal. Sehen doch ein wenig so aus, oder?

Und weil bei einer Flasche “Neu!” draufstand, musste ich die natürlich gleich mitnehmen. Ich fall auch auf alles rein… Jetzt also mal der große (eher kleine) Geschmackstest!

[audio:http://www.volvic.de/blog/wp-content/uploads/2009/01/volvic.mp3]

So, einen Liter später kann ich sagen: Nee, ist nichts für mich. Lieber richtiges Wasser und dann mal ein richtiger Saft, unverdünnt. Aber ich bin auch kein großer Schorlenfan. Zitrone werde ich noch ausprobieren, das schmeckt bestimmt so, als hätte mir ein netter italienischer Kellner gerade eine frische Spalte Zitrone reingeworfen… Wie geht es Euch denn? Mögt Ihr “Fruchtwasser” (grins)?

Yoga und der Trink-Wecker

YogaTag 3: Also die Glasmethode hat gestern wunderbar funktioniert. Habe sogar mehr als meine zwei Liter getrunken – weil das Essen etwas salzig war und ich vorhin im Yoga von meiner Lehrerin Vee (im Bild rechts) ganz schön gequält wurde… Tja, und dann höre ich einen SWR3-Podcast mit Anke Engelke (Wie war der Tag, Liebling?), und die erzählt da, man solle zum Essen gar nichts trinken. Irgendwas von wegen dann wird die Magensäure verdünnt und die Verdauung beeinträchtigt. Dazu gibt es sogar ellenlange Diskussionen – aus denen man eigentlich auch nicht schlau wird. Egal – ich muss zum Essen was trinken, das ist antrainiert und außerdem schmeckt’s dann irgendwie besser.

Mit dem richtigen Trinkverhalten scheint es ohnehin so zu sein wie mit den Kniebeugen: Alle paar Jahre ändert sich die Meinung der Experten darüber. Ich habe jetzt jedenfalls einen “Trink-Wecker” entdeckt – der erinnert mich per Mail daran, dass ich jeden Tag genügend trinken soll. Aber derzeit hab ich 78 ungelesene Mails, also denke ich das ist nicht so schlau… Cooler ist da schon ein weiterer Wecker, den man installieren muss – und der jede Stunde mal hallo sagt und mir ein schlechtes Gewissen macht. Probier ich aus.

Und noch ein interessantes unnützes Wissen: Wer in einer Partnerschaft oder Familie lebt, vergisst das Trinken angeblich eher als Singles. Warum nur? Soll das heißen, Singles haben mehr Langeweile und trinken dann Wasser, um sich die Zeit zu vertreiben? Ich geh jetzt mal was trinken – und Ihr könnt mir gerne in die Kommentare schreiben, ob Ihr vor, während oder nach dem Essen was trinkt… Würde mich echt interessieren.