Archiv für Dezember 2009

Silvester auf Französisch anstoßen – mit Champagner

Wie kann man das neue Jahr gebührend empfangen? Natürlich mit einem edlen Tropfen – am besten mit Champagner. Ein exklusiver Anlass wie Silvester schreit  doch förmlich nach einem exklusiven Getränk. Manchmal muss es halt etwas Besonderes sein.

Champagner ist ein Schaumwein, der seinen Namen dem nordfranzösischen Landstrich, der Champagne, verdankt. Deshalb genießt Champagner den Status einer Appellation d’Origine Contrôlée (AOC), auch wenn dies nicht auf dem Etikett vermerkt wird. Das heißt, dass Champagner nur in der Champagne nach streng festgelegten Regeln angebaut und gekeltert werden darf.

So sichert der König aller Weine seine Feinheit, Rasse und Eleganz – und somit seine Exklusivität.

Champagner

Bildquelle: flickr, habi (nach den creative commons Lizenzen)

Französische Weihnachtsrezepte

Natürlich gibt es in Frankreich zu Weihnachten nicht nur „Bûche de Noël“, sondern eine Vielzahl an köstlichen Spezialitäten. Schließlich ist Frankreich ja in der ganzen Welt für seine Delikatessen bekannt.

Was die Franzosen an den Feiertagen ihren Liebsten servieren, könnte unterschiedlicher nicht sein. Das Angebot reicht von Truthahn- oder Gänsebraten mit diversen Füllungen, über zarte Entenbrust, edle Austern und feine Pasteten. Nur eines haben die unterschiedlichen Speisen gemeinsam, alles was beim „la Reveillon“, dem großen Feiertagsfestmahl auf den Tisch kommt, besteht aus feinsten Zutaten.

Krönenden Abschluss findet jedes Menü in den herrlichen Nachspeisen. Mousse au Chocolat, Crêpes und natürlich Bûche de Noël – die Franzosen wissen, wie sie aus jedem Essen ein Erlebnis machen können.

Eine gute Auswahl französischer Weihnachtsrezepte auf Deutsch findet ihr auf chefkoch.de/Frankreich-Weihnachtsrezepte. Ich denke, ich werde mal die „Macarons au Chocolat“ testen, die gleich ganz oben stehen und mit viereinhalb Sternen auch sehr gut bewertet wurden. Oder habt ihr noch eine Empfehlung für mich?

Weihnachtliche Beleuchtung der Champs Elysees

Wenn etwas den Namen „Prachtstraße“ verdient hat, dann die Champs Elysees. Auf einer Länge von zwei Kilometer und mit einer Breite von 71 Metern reicht die Champs Elysees von der Place de la Concorde bis hin zur Place Charles de Gaulle mit ihrem weithin sichtbaren Triumphbogen. Entlang der Straße reihen sich Restaurants, Kinos und zahlreiche Luxus- und Designerboutiquen. So lockt die Champs Elysees mit Geschichte und Glamour jährlich Millionen von Besuchern an.

Champs Elysees

Bildquelle: flickr,Gavin Gilmour (nach den creative commons Lizenzen)

Auch wenn die Champs Elysees so schon einiges zu bieten hat, ist ein Besuch in der Vorweihnachtszeit ganz besonders lohnenswert. Von Ende November bis Anfang Januar erstrahlen nämlich die etwa 400 Bäume am Rand des Boulevards in weihnachtlichem Glanz. Wie beeindruckend diese Beleuchtung ist, kann man sich kaum vorstellen, wenn man es nicht live gesehen hat.

Besonders beliebt war die Beleuchtung von 2007. Sie war nicht nur erstmals eine  umweltfreundliche Beleuchtung mit Leuchtdioden, sondern verzückte die Besucher dadurch, dass die Lichter wie Eiszapfen aussahen und die Champs Elysees in ein Wintermärchen verzauberten. 2008 wurde die Weihnachtsbeleuchtung anlässlich der französischen EU-Ratspräsidentschaft in Europa-Blau getaucht.

Champs Elysees bei Nacht

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Bûche de Noël – französische Weihnachtsspezialität

Die wohl bekannteste Weihnachtsspezialität in Frankreich ist „Bûche de Noël“, eine mit Schokoladen-Buttercreme gefüllte Biskuitrolle, die mit ihrem Aussehen stark an einen Baumstamm erinnert.

Dieses rustikale Aussehen ist beabsichtigt. Nach einer alten Tradition wurde früher ein Weihnachtsscheit im Kamin verbrannt. Der Feuerschein vertrieb die bösen Geister. Außerdem versammelten sich alle Mitglieder der Familie um das Feuer, solange es brannte. Doch heutzutage sind kaum noch Kamine in den Haushalten vorhanden. Französische Konditoren entwickelten deshalb die „Bûche (= Holzscheit) de Noël“ als symbolischen Ersatz, damit sich die Familie zum Geschichten-Erzählen und anderen Festtagsbräuchen auch ohne Kamin vereinen konnte.

Bûche de Noël

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Eine Legende erzählt, dass Napoleon I. die Bevölkerung von Paris anwies, ihre Schornsteine im Winter zu verschließen, da die kalte Luft Gesundheitsprobleme verursache. Diese Anweisung verhinderte, dass die Pariser ihre Kamine nutzen konnten und bedeutete damals das Ende dieser beliebten französischen Weihnachtstradition. Es heißt, aufgrund dessen „Bûche de Noel“ erfunden.

Aber die Franzosen verputzen an den Feiertagen nicht nur Unmengen der köstlichen Biskuitrolle. Gemeinsam mit der ganzen Familie genießt man am Weihnachtsabend das „Reveillon“, ein Festmahl zu den neben Truthahn, Maronen und Pasteten auch französische Spezialitäten wie Austern und Champagner gehören.

Weihnachten und Silvester im Disneyland Paris

In der Adventszeit verwandelt sich das Disneyland Paris in ein Weihnachtsmärchen. Gleich zu Beginn des Parks werden die Besucher von einem riesigen Weihnachtsbaum begrüßt. In den aufwendig geschmückten Straßen und an allen Schauplätzen können dir Mickey, Minnie und Goofy in ihrer Festtagskleidung begegnen. Allein dazu werden jährlich knapp 300 festliche Kostüme entworfen und gefertigt.

Wer an den Feiertagen ins Disneyland kommt, den erwartet ein ganz besonderes Programm: Neben feierlichen Paraden werden auch beeindruckende Feuerwerke gezündet. Am Abend des 24. und 31. Dezembers finden an verschiedenen Orten im Disneyland Paris hochwertige Festtagsessen und -buffets statt, bei den allerlei Köstlichkeiten aufgetischt werden.

Feiertage im Disneyland – nicht nur für Disneyfans ein absolutes Highlight, sondern für Groß und Klein gleichermaßen.

Disneyland Paris Feuerwerk

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Weihnachten und Silvester in Frankreich

Auch in Frankreich gehört Weihnachten zu den Hochfesten des Kalenderjahres. Nach einer besinnlichen Adventszeit, findet auch dort am Abend des 24. Dezembers das große Fest statt. Anders als in Deutschland haben die Franzosen jedoch nur am 25. Dezember einen gesetzlichen Feiertag. Dieser Tag gehört zu den Lieblingstagen der Kinder, denn traditionell findet dann die Bescherung unter dem fantasievoll geschmückten „sapin de Noël“, dem Weihnachtsbaum, statt. Dort finden sie ihre Geschenke vom „Père Noël“, dem Weihnachtsmann.

Wie man es in Frankreich auch nicht anders erwartet, steht für Franzosen gutes Essen an den Festtagen an erster Stelle. Neben dem traditionelle „Dinde aux marons“, ein mit Maronen garnierter Truthahn, wird vor allem „la Reveillon“, ein Festmahl aus Delikatessen wie Gänseleber, Austern, Pasteten, Truthahn und Champagner aufgetischt. Den krönenden Abschluss findet das Weihnachtsmal mit der „bûche de Noël“, eine Biskuitrolle gefüllt mit Buttercreme.

Eiffelturm bei Nacht

Bildquelle: flickr, mark_siem
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Die „Semaine joyeuse“, die fröhliche Woche vom 24. Dezember bis 1. Januar, endet mit den Silvesterfeierlichkeiten. Man trifft sich mit Familie und Freunden und wartet gemeinsam auf die zwölf Schläge zur Mitternacht, um dann mit Champagner auf das neue Jahr anzustoßen. Allerorts werden von den Gemeinden Feuerwerke gezündet, das private Zünden von Feuerwerkskörpern ist in Frankreich hingegen weniger verbreitet. Für Nicht-Franzosen etwas ungewohnt ist das Küsschen-Geben (auch unter Wildfremden), um sich Glück und Gesundheit zu wünschen. Und wie soll es anders sein: Auch Silvester und Neujahr sind in Frankreich ein gekommener Anlass, um zu schlemmen.

Wer aber meint, der Neujahrstag beschließe die Feierlichkeiten in Frankreich, der wird wenige Tage später am Dreikönigsfest, das in Frankreich jedes Jahr am ersten Sonntag im Januar gefeiert wird, eines besseren belehrt. An diesem Tag verzehren die Franzosen Unmengen eines Blätterteigkuchens mit Marzipanfüllung, dem „Galette des Rois“. Ist die letzte „Galette“ verspeist, nehmen alle Abschied von der Gemütlichkeit und dem Glanz der Festzeit – bis zum nächsten Jahr.

Winter in der Auvergne

Wenn es Winter in der Auvergne wird, wird die sonst so raue Vulkanlandschaft in winterliches Weiß getaucht. So entstehen wunderschöne Landschaftsbilder und einzigartige Pisten. Denn das erkaltete Magma der Vulkane dient in der Auvergne nicht nur als Bausubstanz für Gebäude, sondern bildet gleichzeitig auch eine der ungewöhnlichsten Skipisten Frankreichs.

Die Auvergne gilt deshalb unter Skifahrern als absoluter Geheimtipp. Denn wo sonst kann man auf Vulkanen Skifahren? Die Hügel des Chaîne des Puys sind sogar bekannter als das Skigebiet Massif du Sancy. Allen voran ist der Puy de Dôme, dessen Spitze Volvic Trinkern bekannt vorkommen dürfte – schließlich schmückt sie das Etikett der Flaschen.

winterliche Auvergne

Bildquelle: flickr, Panoramas (nach den creative commons Lizenzen)