Die Vulkane der Auvergne
Die vom Feuer geformte Auvergne ist eine einzige große geologische Ausstellung unter freiem Himmel. Das französische Zentralmassiv besteht aus vier beeindruckenden Regionen: der Bergkette Chaîne des Puys, die Monts Dore, die Monts du Cantal und das vulkanische Velay. Hier findet man neben Kegelvulkanen auch Schild- und Projektionsvulkane. Alle Regionen gehören mit ihren endlosen grünen Flächen auch zum regionalen Naturpark „Parc des Volcans“.
Die rund 43 Kilometer lange, aber nur 3-4 Kilometer breite Chaîne des Puys ist einer der jüngsten, aber auch am besten erhaltenen Vulkankomplexe des kontinentalen Europas. Der wohl älteste, bekannteste und am besten untersuchte Vulkan der Chaîne des Puys ist zweifellos der Puy de Dome mit seinen 1.465m. Erst im 18. Jahrhundert erkannte man, dass es sich hierbei um Vulkane handelt. Vorher dachte man, die Römer hätten hier Befestigungen hinterlassen. Möchte man den Gipfel erklimmen, kann man das selbstverständlich zu Fuß tun. Besonders empfehlenswert ist hierfür die sogenannte Römerstraße. Alle zehn Minuten fährt aber auch ein Bus zum Gipfel hinauf. Oben angekommen kann man eine gigantische Aussicht genießen – bei gutem Wetter kann man vom Puy de Dome aus insgesamt acht Departements überblicken.
Auch wenn man in der Auvergne heute keine fließenden Lavaströme mehr bewundern kann, so ist das erdgeschichtlich junge Alter der Vulkane und die große Vielfalt unterschiedlicher vulkanischer Phänomene nicht nur für Vulkanfreunde und Geologen sehr bemerkenswert. Ansonsten ist die Auvergne mit ihrem “Parc des Volcans” auch für Mountainbiker, Reitsportfreunde, Wanderer, Skifahrer und Drachenfliege ein äußerst anziehendes Terrain.
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29.März.2010 12:35 Uhr |