Notre Dame du Port
In Clermont-Ferrand, der größten Stadt der Auvergne, hat man die Möglichkeit ein Stück Weltkulturerbe zu besichtigen: Die alte Wallfahrts- und Stiftskirche Notre Dame du Port. Sie gehört seit 1998 zum Teil des Weltkulturerbes “Jakobsweg in Frankreich”. Von August 2006 bis Ende 2008 wurde der Innenraum der Kirche gründlich restauriert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz.
Wer die Kirche besuchen möchte, sollte sich aber genau über die Lage der Kirche informieren. Heutzutage fügt sie sich fast nahtlos in das Bild des Stadtteils Port ein und ist zwischen gewöhnlichen Wohn- und Geschäftshäusern nur schwer zu erkennen. Der Stadtteil “Port” in Hafennähe war auch namensstiftend für die Kirche. Der Name setzt sich aus dem Namen des Stadtteils und dem Orden “Notre Dame” (zu Deutsch: Unsere Liebe Frau, bzw. der Liebfrauen-Orden) zusammen.
Die Notre Dame du Port ist die älteste der noch erhaltenen Kirchen der Niederen Auvergne und repräsentiert besonders gut die regionale Bauschule der Auvergne in der Romantik. Ein besonderes Zeichen dieser Baukunst ist ein regelmäßiger, komplizierter und nahezu symmetrischer Grund- und Aufriss. Innerhalb der Kirche setzt sich nur dieser eine Baustil durch. Daraus lässt sich schließen, dass die Kirche ungewöhnlich schnell erbaut wurde, andernfalls wäre eine Weiterentwicklung erkennbar. Eine solch zügige Bauausführung war nur mit einer zeit- und materialsparenden Bauweise möglich. So wurde beim Bau der Notre Dame du Port auf aufwendige Details verzichtet und auf eine einfache Formgebung und eine schlichte Fassade gesetzt. Damit verfügt die Notre Dame du Port über alle wichtigen Merkmale der Baukunst der Niederen Auvergne. Weitere Kirchen dieser Schule wie die Orchival, die Saint Nectaire, die Issoire, die Saint Saturnin und die Mozat befinden sich in der Umgebung von Clermont-Ferrand. Sie alle besitzen überraschende Ähnlichkeiten – teilweise bis in kleinste Detail.
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29.Februar.2012 15:56 Uhr |