Archiv für Februar 2012

Notre Dame du Port

In Clermont-Ferrand, der größten Stadt der Auvergne, hat man die Möglichkeit ein Stück Weltkulturerbe zu besichtigen: Die alte Wallfahrts- und Stiftskirche Notre Dame du Port. Sie gehört seit 1998 zum Teil des Weltkulturerbes “Jakobsweg in Frankreich”. Von August 2006 bis Ende 2008 wurde der Innenraum der Kirche gründlich restauriert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz.

Wer die Kirche besuchen möchte, sollte sich aber genau über die Lage der Kirche informieren. Heutzutage fügt sie sich fast nahtlos in das Bild des Stadtteils Port ein und ist zwischen gewöhnlichen Wohn- und Geschäftshäusern nur schwer zu erkennen. Der Stadtteil “Port” in Hafennähe war auch namensstiftend für die Kirche. Der Name setzt sich aus dem Namen des Stadtteils und dem Orden “Notre Dame” (zu Deutsch: Unsere Liebe Frau, bzw. der Liebfrauen-Orden) zusammen.

Die Notre Dame du Port ist die älteste der noch erhaltenen Kirchen der Niederen Auvergne und repräsentiert besonders gut die regionale Bauschule der Auvergne in der Romantik. Ein besonderes Zeichen dieser Baukunst ist ein regelmäßiger, komplizierter und nahezu symmetrischer Grund- und Aufriss. Innerhalb der Kirche setzt sich nur dieser eine Baustil durch. Daraus lässt sich schließen, dass die Kirche ungewöhnlich schnell erbaut wurde, andernfalls wäre eine Weiterentwicklung erkennbar. Eine solch zügige Bauausführung war nur mit einer zeit- und materialsparenden Bauweise möglich. So wurde beim Bau der Notre Dame du Port auf aufwendige Details verzichtet und auf eine einfache Formgebung und eine schlichte Fassade gesetzt. Damit verfügt die Notre Dame du Port über alle wichtigen Merkmale der Baukunst der Niederen Auvergne. Weitere Kirchen dieser Schule wie die Orchival, die Saint Nectaire, die Issoire, die Saint Saturnin und die Mozat befinden sich in der Umgebung von Clermont-Ferrand. Sie alle besitzen überraschende Ähnlichkeiten – teilweise bis in kleinste Detail.

Audrey Tautou dreht wieder: Die Dreharbeiten zu “Der Schaum der Tage” beginnen im Frühjahr

Cineasten können sich freuen. Im Frühjahr 2011 stehen Audrey Tautou und Romain Duris nach den beiden erfolgreichen Teilen von „L‘auberge Espagnole“ endlich wieder gemeinsam vor der Kamera. Zu verdanken ist das dem Regisseur Michel Gondry, der die beiden Ausnahmeschauspieler für sein neustes Projekt verpflichten konnte. Geplant ist die Verfilmung der Romanvorlage „Der Schaum der Tage“ (L´Ecume Des Jours) von Boris Vian aus dem Jahr 1947.

Duris übernimmt darin die Rolle des Lebemanns Colins, der sein exzentrisches und extravagantes Leben mit schönen Frauen und ausschweifenden Parties in vollen Zügen genießt. Das ändert sich als er Chloé (Audrey Tautou) kennenlernt. Sie verzaubert ihn vom ersten Moment an und er verliebt sich Hals über Kopf. Die beiden heiraten. Doch das Glück der beiden ist nur von kurzer Dauer. Noch auf der Hochzeitsreise verspürt Chloé einen unangenehmen Druck in der Brust. Die Diagnose ist skurril und erschreckend zugleich: Chloé wächst eine Seerose in der Lunge und kein Arzt scheint in der Lage zu sein, ihr bei der ungewöhnlichen Krankheit helfen zu können.

Wann der Film in den Kinos anlaufen wird ist noch vollkommen unklar. Bisher heißt es, man müsse sich gedulden und auf ein schönes Ergebnis freuen.