Archiv für März 2012

Sidney Govou – ein Fußballer aus der Auvergne

Ob es wohl am guten Wasser aus vulkanischen Quellen liegt, dass aus einem kleinen Jungen, der 1979 in Le Puy-en-Velay zur Welt kam, ein begnadeter Fußballspieler geworden ist? Die Rede ist von Sidney Govou, der heute nicht nur auf dem rechten Flügel für FC Évian TG spielt, sondern auch für die Französische Nationalmannschaft.

Der Weg für den Amateur-Fußballer aus der Auvergne bis zum Profi auf internationalem Rasen war weit und mühsam. Begonnen hat er seine Karriere bei ES Aiglons Briviste. Von diesem Amateur-Verein wechselte er mit 17 Jahren zu Olympique Lyon. Von da an ging es steil aufwärts: Drei Jahre später erhielt er vom selbigen Verein einen Vertrag und konnte ein Jahr darauf sein Debüt in einer A-Mannschaft feiern. Schließlich wurde Govou Mitglied der französischen U-21-Nationalmannschaft und erreichte mit dieser 2002 das Finale der U-21-Europameisterschaft.  2006 hatte er dann seinen ersten Auftritt bei einer Fußballweltmeisterschaft, als er am 23. Juni im Spiel gegen Togo für Franck Ribéry eingewechselt wurde.

In seiner Zeit als Profi kann Sidney Govou bis heute mehrere französische Meistertitel und Teilnahmen am französischen Supercup, sowie einen Pokalsieg und einen Ligapokalsieg zu seinen Erfolgen zählen

Triathlon in der Auvergne

Seit 2011 ist die Auvergne um eine sportliche Attraktivität reicher, denn im August des letzten Jahres fand erstmals die Challenge Vichy im Rahmen einer weltweiten Triathlon-Wettkampfserie über die Lang- und Halbdistanz statt. Dabei besteht die Langdistanz aus 3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen, die ohne Pause absolviert werden muss.  Die Halbdistanz umfasst eine 1,9 km lange Schwimmdistanz, eine Radfahretappe von 90 km und einen Halbmarathon von 21 km Länge.

Der Austragungsort der Challenge Vichy ist das Centre Omnisport Bellerive, das mit seinem großzügigen Gebiet beste Bedingungen für Sportler und Publikum bietet. Denn das Areal ist nicht nur eingebettet in die wunderschöne Vulkanlandschaft der Auvergne, sondern die Strecken rund um den Fluss Allier sind ideal für eine Langdistanz. Denn Start, Wechselzone und Ziel befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander. Darüber hinaus sind die gesamte Schwimmstrecke und der Rundkurs des Marathons zu jeder Zeit gut einsehbar und übersichtlich.

Anmeldungen für die zweite Challenge Vichy am 19. August 2012 werden bis zum 5. August entgegen genommen. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf insgesamt 2000 Athleten (1000 Triathleten Challenge Vichy/ 1000 Triathleten Half Vichy) begrenzt. Je früher man sich anmeldet, umso günstiger ist die Teilnahme. Die Langstrecke kostet maximal 370 Euro, die Halbstrecke höchstens 190 Euro. Die Preise gelten jeweils für Einzelanmeldungen. Für Staffelanmeldungen und Teams gibt es gesonderte Preise.

Wer ein Teil dieses Spektakels sein und einen einzigartigen Moment in Frankreich erleben möchte,  sollte also schnell sein.

Jakobsweg durch die Auvergne

Mit den Worten “Ich bin dann mal weg” verabschiedete sich Hape Kerkeling lapidar von Freunden und Familie bevor er sich auf den Jakobsweg machte. Doch schnell stellte er fest, dass es mit “0dann mal” nicht soeben getan war. Seine Erfahrungen, die er auf dem Pilgerweg machte, hielt er in dem Buch “Ich bin dann mal weg” fest. Das Buch wurde überraschend zum Erfolg und brachte dem Jakobsweg eine ganz neue Popularität unter Jung und Alt.

Jakobsweg (Quelle: flickr.com/Jule_Berlin)

Der Jakobsweg ist ein Pilgerweg, der nicht nur gläubige Christen, sondern auch Sinnsuchende auf einem langen, anstrengenden Weg zu dem angeblichen Grab Jakobs in Santiago de Compostela führt. Der Antrieb für das Vorhaben kann ganz unterschiedlich sein: Manche wollen zu Gott oder zum Glauben finden, manche einfach nur zu sich selbst und wiederum andere wollen sich selbst etwas beweisen.
Der Jakobsweg kann auf unterschiedlichen Wegen bestritten werden. Zu den bekanntesten von vier historischen Jakobswegen gehört die “Via Podiensis”. Diese Strecke beginnt in Le Puy-en-Velay in der Auvergne und endet in Saint-Jean-Pied-de-Port in den Pyrenäen. Hier beginnt der “Camino Frances”, der schließlich nach Santiago de Compostela führt. Damit ist die “Via Podiensis” ein ganzes Stückchen länger als der “Camino Frances”. Doch die Strapazen lohnen sich. Denn Pilger, die die längere Strecke wählen, werden mit der wunderschönen Landschaft der Auvergne belohnt: Die “Via Podiensis” führt über grüne, endlos scheinende Weiten, vorbei an faszinierenden Vulkanen, durch wilde Schluchten und entlang schöner Gewässer. In dieser Darstellung ist der Verlauf der Via Podiensis sichtbar.

Eine interessante Übersicht über mögliche Etappen findet man auf jakobsweg.de.
Hape Kerkeling entschied sich übrigens für den kürzeren Weg, den “Camino Frances”. Ob er wohl weiß, was er verpasst hat? Gibt es vielleicht Leser unter euch, die mutig genug waren,  die “Via Podiensis” zu wählen?