Kategorie ‘Frankreich’

Buchtipp: “Teufelsfrucht – ein kulinarischer Krimi” von Tom Hillenbrand

Bildquelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch

Ein Mord an einem Restaurant-Kritiker, ein spurlos verschwundener Lehrmeister und mitten drin der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer. Ehe er sich versieht, gerät sein Leben als bescheidener Restaurantbesitzer in der Luxemburger Unterstadt komplett aus den Fugen. Denn als ein Pariser Gourmet-Kritiker in seinem Restaurant zusammenbricht, gerät er ins Visier der Ermittler. Doch damit ist die Kette mysteriöser Geschehnisse noch längst nicht vorbei. Kurz darauf verschwindet der ehemalige Lehrmeister von Kieffer ohne jede Spur oder ein Lebenszeichen zurückzulassen. Kieffer lassen die aktuellen Ereignisse einfach nicht los – schließlich beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Untersuchungen führen ihn quer durch das kulinarische Europa, von Luxemburg über Paris nach Genf. Dabei wird er immer weiter in den Strudel einer unerwartet manipulativen Gourmetszene hineingezogen. Hinter den Kulissen des guten Geschmacks herrschen nazistische Starköche, gewissenlose Konzerne, sowie Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck. Ein Schnüffler wie Kieffer hat da gerade noch gefehlt…

Wer einen Profikoch hinter diesem Krimi vermutet, liegt leider falsch. Tom Hillenbrand ist Wirtschaftsjournalist und beschäftigt sich als passionierter Hobbykoch nur privat mit der hohen Kunst des Kochens. Die Literaturkritiker überschlugen sich trotzdem an Lob für das Erstlingswerk von Tom Hillenbrand. Kein Wunder  – immerhin gelingt ihm mit „Teufelsfrucht“ ein Krimi zum Genießen. Er gewährt einen ungewöhnlichen Einblick hinter die Kulissen von Kochshows und Lebensmittelkonzernen.

Festa del Pais in Saint-Flour

Wer einmal erleben möchte, wie in der Landwirtschaft in der Auvergne gearbeitet wird und welche Erzeugnisse berühmt für die Region sind, der sollte Ende Juni einmal den Markt „Festa del Pais“ in Saint-Flour besuchen.

Dieser Markt präsentiert den Besuchern ein reichhaltiges Angebot an landestypischen Produkten aus der Umgebung.

Bei zahlreichen Verkostungen habt ihr die Möglichkeit regionale Delikatessen zu probieren. Außerdem werden in den verschiedenen Vierteln des Markts zahlreiche Aktivitäten angeboten: Schlendert über den großen Viehmarkt, schaut beim Melken zu, seht wie Käse gemacht wird und trefft auf Künstler, Musiker und Menschen aus der Auvergne – oft sogar in der landestypischen Tracht – die euch mit ihrem südfranzösischen Charme begrüßen.

Foire à la Brocante – Trödelmarkt

Einmal im Jahr findet in Allanche ein großer Trödelmarkt statt. Dabei handelt es sich jedoch eher um eine Antik-Messe, bei der viele  hochwertige Antiquitäten und Sammlerstücken zu entdecken sind.

Anfang August strömen Jahr für Jahr unzählige Aussteller und Besucher in die Stadt. Trödel findet man auf diesem Markt allerdings weniger. Stattdessen ist die Chance sehr groß, ein wahres Schmuckstück zu finden. Manche Exemplare sind sogar tatsächlich antik. Viele ausgestellte Sachen sind allerdings neu und den antiken Originalen nachempfunden. Das jedoch sehr gut und detailgetreu.

Wir haben die Patenschaft für den Wal “VOLVICO” übernommen

Volvic hat die Patenschaft von einem Kurzflossen-Grindwal übernommen. Er hört jetzt auf den Namen VOLVICO.

VOLVICO ist ein ausgewachsenes Grindwal-Weibchen, die ihren Lebensraum in den Gewässern um Teneriffa hat. Wie all die anderen Grindwalweibchen zieht VOLVICO seit ihrer Geburt stets in Begleitung ihrer Familie durch den Atlantik. Sie kann bis zu 1.000 m tief tauchen und erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 9 Metern pro Sekunde.

VOLVICO

Wir haben die Patenschaft für den Wal "VOLVICO" übernommen

Die ungewöhnliche Form ihrer Rückenflosse ist das unverwechselbare Erkennungsmerkmal unseres Grindwals VOLVICO.

Weitere Informationen unter: www.buenaproa.org

Event: Mittelalterfest in Clermont-Ferrand

Die Stadt Clermont-Ferrand zählt mit ungefähr 260.000 Einwohnern zu den größten Städten der Auvergne. Neben eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten und unzähligen Altstadtgassen aus dem 16. Jahrhundert hat Clermont-Ferrand kulturinteressierten Besuchern ein großes Angebot zu bieten. Besonders das Mittelalterfest „Dauphin d’Auvergne“ Anfang Juni lockt Jahr für Jahr unzählige Besucher in die Stadt.

Denn dann verwandelt sich Clermont-Ferrand für ein paar Tage in eine mittelalterliche Stadt. Die Besucher können sich in eine Zeit versetzen, als die Stadt noch Montferrand und noch nicht Clermont-Ferrand hieß. Unzählige Buden und Attraktionen laden in diesen Tagen zum Verweilen und Mitmachen ein.

Ein Besuch von Clermont-Ferrand Anfang Juni lohnt sich also – denn belohnt wird man nicht nur mit einer Reise in eine interessante Stadt mit Flair, sondern auch mit einer Reise in die Vergangenheit.

Künstlerdorf St. Paul de Vence

Ihr möchtet Frankreich einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen? Dann plant den Besuch des Künstlerdorfs St. Paul de Vence. Das Dorf liegt versteckt in einer malerischen Umgebung von felsigen Hügeln und romantischen Weinbergen mit Orangenbäumen und Zypressen. Genauer gesagt findet ihr das Dorf an der Côte d’Azur zwischen den Städten Nizza und Antibes.

Vor allem Kultur- und Kunstinteressierte kommen in St. Paul de Vence auf ihre Kosten. Auch wenn das Dorf klein und überschaubar ist, bietet es zahlreiche Museen, Galerien, Ateliers und jahrhundertealte Gebäude- sie alle erzählen von der Geschichte des verträumten Künstlerdorfs.

St. Paul de Vence war und ist ein Anziehungspunkt für Künstler. Weltberühmte Maler wie Picasso, Matisse, Miro und Chagall waren schon hier und haben dem beliebten Künstlertreffpunkt, dem Hotel Colombe d´Or, einige Originalarbeiten gestiftet.

Doch in den verwinkelten Gassen kann man nicht nur wahre Kunstschätze entdecken, sondern auch immer wieder Menschen beim Boule-Spiel beobachten. Besonders auf dem Platz vor dem Café de la Place greifen Jung und Alt gerne zu dem traditionellen Spiel mit den silbrig glänzenden Kugeln. Mit etwas Glück lassen die Einheimischen auch einmal die Touristen mitspielen. Danach kann man den Tag bei einem Glas Wein in einer der charmanten Bars ausklingen lassen.

Thalassotherapie in Frankreich

Gibt es einen Grund dafür, dass Franzosen auch bis ins hohe Alter gesund und vital sind – und auch noch so aussehen? Fragt man einmal genauer nach, antworten die meisten, ihr Geheimnis sei das französische Wasser. Doch um ihre Schönheit und Gesundheit auch im Alter zu wahren, trinken Franzosen nicht nur viel ihres hervorragenden Wassers, sondern nutzen auch seine Heilkraft.

Besonders beliebt ist die Thalassotherapie, die schon seit über hundert Jahren in Frankreich praktiziert wird. Thalassotherapie wird vom griechischen Wort für Meer, Thalassa, abgeleitet. Bei einer solchen Therapie werden Krankheiten wie Atemwegserkrankungen, Rheuma oder chronische Hautkrankheiten mit kaltem oder erwärmtem Meerwasser behandelt. Aber auch Substanzen mit ozeanischem Ursprung wie Algen, Schlick und Sand können zu therapeutischen Zwecken verwendet werden. Darüber hinaus kann eine Thalassotherapie nicht nur der Behandlung von Krankheiten dienen, sondern auch für kosmetische Gesichts- und Körperanwendungen genutzt werden.

In Frankreich ist die Thalassotherapie daher äußerst beliebt. Therapiezentren findet man in Frankreich zahlreiche. Unter der Bezeichnung “Wellness en France” findet man zum Beispiel insgesamt 32 zusammengeschlossene Kuranstalten an außergewöhnlichen und traumhaft schönen Orten. In unmittelbarer Meeresnähe kann die Wirkung einer Thalassotherapie, aber auch Komfort und Wellness, am besten garantiert werden.

Charlotte Gainsbourg und Pete Doherty gemeinsam vor der Kamera

Ein besonders spannendes Filmprojekt soll im März 2011 beendet werden. Sylvie Verheyde dreht in Frankreich und Deutschland ihren vierten Spielfilm. Die Regisseurin verfilmt aktuell den autobiografischen Roman „Bekenntnis eines jungen Zeitgenossen“ (La confession d’ un enfant du siècle) von  Alfred de Musset. Der Autor verarbeitet in diesem Werk seine Beziehung zu und Trennung von der berühmten Schriftstellerin George Sand.

Spannend ist aber nicht nur der Inhalt des Films, sondern auch seine Besetzung. Neben Charlotte Gainsbourg konnte Verheyde auch den britischen Sänger Pete Doherty für den Film verpflichten.  Besonders den Skandalrocker und Babyshambles-Frontman Doherty in dieser für ihn ungewohnten Rolle zu sehen, dürfte sehenswert sein.

Filmtipp: “Der Auftragslover”

Herzensbrecher als Berufsbezeichnung? Für Alex (Romain Duris) ist das Verführen von Frauen kein Hobby, sondern sein Job. Denn zusammen mit seiner Schwester besitzt er eine Agentur, die sich darauf spezialisiert, sich in Beziehungen einzumischen und diese schließlich zu zerstören. Beauftragt werden sie in der Regel von besorgten Familienmitgliedern, die den Partner der geliebten Tochter oder Schwester nicht für angemessen halten.

Ein Auftrag jagt den nächsten und alles läuft perfekt nach Plan – bis sie angeheuert werden, die Hochzeit von Millionärstochter Juliette (Vanessa Paradis) zu verhindern. Die bleibt vom Charme des erfolgsverwöhnten Alex völlig unbeeindruckt und lässt sich einfach nicht in seinen Bann ziehen. Alex gibt alles, denn bis zur Hochzeit bleibt ihm nur eine Woche.

In der charmanten Komödie trifft eine schöne Frau auf einen perfektionistischen Trickser. In Frankreich war „L’Arnacoeur“ schon ein absoluter Erfolg. Den romantische Film mit Vanessa Paradis in der weiblichen Hauptrolle sollte man sich nicht entgehen lassen :) Anschauen lohnt sich – von dem einfallslosen Titel auf Deutsch sollte man sich nicht abschrecken lassen.

Zur Website des Films: www.derauftragslover.de

Vulcania – ein faszinierender Park im Herzen der Auvergne

Wissenswertes über Vulkane kann man seit 2002 im einzigartigen Vulcania-Park erfahren. Da wurde nämlich in der Auvergne der „Europäische Park für Vulkanismus“ eröffnet. Damit liegt der Komplex Vulcania mitten im Naturpark „Vulkane der Auvergne“. Die Naturgewalten, die in den „schlafenden Giganten“ schlummern, wecken bei Kindern und Erwachsenen großes Interesse.

Der Park bietet zahlreiche Attraktionen. Man erfährt viel über die Entstehung der Erde und die atemberaubende Geschichte der Vulkane. Viel Spaß versprechen neben spektakulären und anschaulichen Animationen und 3D-Filmen vor allem Attraktionen wie „Dragon Ride“, „Magma Explorer“ und „VolcanBul“. Man entdeckt also nicht nur das Mysterium Vulkan, sondern auch seine Flora und Fauna auf ungewohnte und einzigartige Weise.

Je nach Saison zahlen Erwachsene zwischen 21,00 und 24,00 Euro und Kinder unter 16 Jahren zwischen 15,00 und 16,50 Euro. Für Familien und Gruppen gibt es noch spezielle Vergünstigungen.

Link zur Website: http://www.vulcania.com/index.php?id=2&L=4

“Die Kinder von Paris” ab 10. Februar 2011 in den deutschen Kinos

Am 10. Februar 2011 kam ein französischer Film in die die deutschen Kinos, der bewegenden Bildern eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren französischen Geschichte beleuchtet. Die „Kinder von Paris“ von Rose Bosch erzählt die weitestgehend unbekannte Geschichte der Deportation von insgesamt 13.000 Pariser Juden am Beispiel des authentischen Schicksals von Joseph „Jo“ Weismann.

Paris 1942: Der gerademal elfjährige Jo (Hugo Leverdez) freut sich auf die langersehnten Sommerferien. Er freut sich auf Spielen im Park, Jahrmärkte und Kino. Doch schnell muss er feststellen, dass ihm zu allem der Zutritt verwehrt wird. Denn Jo und seine Familie sind Juden, für die das Leben in Frankreich unter dem Vichy-Regime zunehmend schwerer wird. Es folgen die Kennzeichnung mit dem Judenstern, Massenrazzien und schließlich auch Deportationen.

Trotz des sensiblen Themas – oder vielleicht gerade deshalb – gelang es Rose Bosch Frankreichs Schauspiel-Elite zu verpflichten. Neben dem internationalen Superstar Jean Reno, der in der ungewöhnlich sanften Rolle des Lagerarztes Dr. David Sheinbaum brilliert, standen Shootingstar Mélanie Laurent (Inglourious Basterds) als couragierte Rotkreuzschwester und Ausnahmeschauspielerin Sylvie Testud für das Historiendrama vor der Kamera.

Allein in Frankreich lockte der Film drei Millionen Zuschauer in die Kinos und weckte das öffentliche Interesse für das unbequeme und so lang verdrängte Thema.  Jetzt kommt der Film auch endlich in unsere Kinos.

Habt Ihr auch vor, Euch den Film in den nächsten Tagen anzusehen?

Hochspannung auf Französisch: Die Purpurnen Flüsse

Der französische Film ist bekannt für seine Meisterwerke mit hohem künstlerischem Anspruch, weniger für spannende Thriller. Eine Ausnahme bildet da der Film „Die Purpurnen Flüsse“ aus dem Jahr 2000 vom Regisseur Mathieu Kassovitz.

Die Story des Films hätte Hollywood nicht besser schreiben können: In einer abgelegenen Universitätsstadt hoch in den Alpen passiert ein grausamer Mord. Für die Ermittlungen in dem rätselhaften Fall wird Pierre Niémans, gespielt von Jean Reno, von der Pariser Kriminalpolizei extra in die kleine Stadt geschickt. Zur gleichen Zeit ermittelt zweihundert Kilometer entfernt der junge Inspektor Max Kerkerian in einem Fall wegen Grabschändung. So mysteriös die Fälle auch sind, anfangs scheinen sie keine Parallelen aufzuweisen. Bis zu dem Zeitpunkt als die Ermittlungen Kerkerian in die Universitätsstadt führen und die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere aufeinander treffen. Gemeinsam machen sie sich an die Aufklärung der Fälle.

Dem ungleichen Paar bei den Ermittlungen zuzuschauen ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern vor allem eines: unglaublich spannend. Mathieu Kassovitz gelingt es eine nervenzerreißende Stimmung zu erzeugen und die einzelnen Erzählstränge logisch miteinander zu verknüpfen. Fast bis zur letzten Sekunde fiebert man mit den Protagonisten mit und versucht hinter das Rätsel der geheimnisvollen Morde zu kommen.

Der Film erhält von mir persönlich das Prädikat spannender, sehenswerter und doch irgendwie französisch- geistreicher Film. Besonders lohnt sich die DVD in der 2-Disc-Version. Auf der zweiten Zusatz-DVD erklärt Regisseur Mathieu Kassovitz einige Hintergründe zum Film.