Wir haben es geschafft: Wir gehören zu dem erlesenen Kreis von drei Wohngemeinschaften, die sich dem großen Test stellen dürfen. 14 Tage lang jeden Tag 1,5 Liter Wasser trinken. Eine große Herausforderung, wenn man eher zu Wasser-Verweigerern gehört.
Gestern kam sie schon, die große Lieferung. Ganz professionell gebracht von einer Getränkefirma: 42 Liter Wasser. Das sind 5 Kästen à 6 Flaschen, also insgesamt 30 Flaschen Volvic. Für zwei Personen und 14 Tage. Aufeinandergestapelt machen die Kisten ganz schön Eindruck, ein bisschen stellt sich fast schon Getränkemarkt-Feeling ein in unserer WG. Das Experiment kann beginnen und wir freuen uns darauf. In den nächsten 14 Tagen werden wir hier ein bisschen berichten, was wir beim 14-Tage-Volvic-Test so erleben. Wir freuen uns über Kommentare, Ratschläge oder Fragen, auf die wir gerne eingehen.
Aber nun erst einmal zu uns. Unsere Zweier-WG besteht aus Anika, Doktorandin der Germanistik, und Stefan, Kulturwissenschaftsstudent und Softwareentwickler. Wir sind beide 26 Jahre alt und verbringen durch unsere Jobs jeden Tag viel Zeit mit Denken und Am-Schreibtisch-Sitzen. Dennoch versuchen wir, genügend Bewegung in unser Leben zu bekommen, zum Beispiel mit gemeinsamen Ausflügen oder mit Sport, z.B. Yoga. Wir verreisen gern und oft, weil wir viel von der Welt sehen möchten. Außerdem kochen wir sehr gerne und probieren immer wieder neue Rezepte und Eigenkreationen aus.
Da wir beide Schreibtischtäter sind, ist der Plan, in den nächsten 14 Tagen mal ganz genau auf unsere Flüssigkeitsaufnahme zu achten und jeden Tag 1,5 Liter Volvic zu trinken, ein spannendes Experiment für uns: Wie einfach ist es, jeder jeden Tag eine Flasche leer zu bekommen? Und was macht das mit uns? Steigt unsere Konzentration und Fitness? Wie lässt sich das Wassertrinken in den Alltag integrieren? (An so eine 1,5-Liter-Flasche, die am Tagesbeginn immerhin auch 1,5 Kilo wiegt, muss man sich ja erstmal gewöhnen.)
Natürlich wissen wir, wie wichtig theoretisch regelmäßiges und ausreichendes Trinken für das Wohlbefinden und die Konzentration ist, aber lässt sich das auch problemlos in die Praxis umsetzen? Um nicht gleich am ersten Tag mit unseren Experiment zu scheitern, haben wir uns einen kleinen Trick ausgedacht. Los geht’s mit einer ziemlich nüchternen und analytischen Betrachtung: 1,5 Liter über den Tag zu verteilen, dabei könnte es vielleicht helfen, die Flasche in Stunden zu unterteilen. Wenn wir immer schön gleichmäßig trinken, müsste sich ja am Füllstand der Flasche die Tageszeit ablesen lassen. Gesagt, getan: Wir haben eine 1,5-Liter-Volvic-Flasche genommen und mit Permanentmarker in 13 (ungefähr) gleich große Abschnitte unterteilt – von 8 Uhr morgens bis 21 Uhr abends. Während man bei der großen 1,5 Liter-Flasche noch eine große Herausforderung sah, kamen einem die 2 cm großen Abschnitte für jeweils eine Stunde machbar vor. Und siehe da: Es klappt! Wenn man ein bisschen darauf achtet, regelmäßig einen Schluck Wasser zu trinken, sinkt der Füllstand der Flasche relativ gleichmäßig. Wenn man mal über die Arbeit vergisst, genug zu trinken, wird man durch die Strich-Markierungen daran erinnert. Vor allem ich (Anika) musste immer wieder feststellen, dass ich phasenweise einiges nachzuholen hatte: “Oh, es ist schon 12 Uhr? Die Flasche zeigt ja erst 11 Uhr an… Da muss ich noch eine Stunde trinken!”
Wir sind gespannt auf die nächsten zwei Wochen und freuen uns schon auf die Erfahrungen, die wir machen werden.