Artikel mit ‘Annik Rubens’ getagged

Blogtipp: Berlin en parle

Worüber spricht Berlin? Und wie denkt eine Französin darüber? Claire-Lise Buis ist promovierte Politologin und in Paris aufgewachsen. Seit über fünf Jahren lebt sie nun aber an der Spree statt an der Seine. Ihre Erfahrungen mit den Deutschen und ihrer Kultur beschreibt sie in ihrem Blog “Berlin en parle“. Mal auf Französisch, mal auf Deutsch, mal lustig, mal kritisch. Sehr oft kommentiert sie politische Begebenheiten aus Deutschland, von Opel-Krise bis Zensursula. Interessant für alle Urlauber sind ihre Paris-Tipps, und sehr nett auch ihr Beitrag über die Frau ohne Schuhe.

Den Eiffelturm basteln

Der echte Eiffelturm wiegt 10.000 Tonnen. Er ist 120 Jahre alt und 300 Meter hoch. Und vor allem hat er fast 8 Millionen Francs gekostet. Warum ich das erzähle? Weil es auch billiger und leichter geht! Auf der Seite “Paper Toys” kann man sich ganz simpel den Eiffelturm selbst basteln. Papier, Schere, Kleber – mehr braucht man dazu nicht. Gut, noch eine gehörige Portion Geschick und Geduld – oder eine kleine Schwester, die die Bastelei übernimmt. Wer es dann aber geschafft hat, der kann sich weitere Gebäude vorknöpfen: Das bayerische Schloß Neuschwanstein zum Beispiel oder die Gitarre von Jimi Hendrix. Die Bastelbögen sind kostenlos und können auch per Mail an Freunde verschickt werden. Kleiner Tipp am Rande: Die Bögen einfach auf einem Kopierer vergrößern, das erleichtert die Bastelarbeit enorm.

Lesetipp: “Rencontres”

Es muss ja nicht gleich “Le Monde” sein, wenn man eine französische Zeitung lesen möchte. Man kann ja auch mal im Internet auf “Rencontres” surfen – die Seite ist zweisprachig in Deutsch und Französisch erhältlich und bietet eine Menge Schmökerstoff. Gegründet hat das Online-Blatt Johanna Heinen aus Berlin. Was sofort auffällt, ist die Vielfalt der Seite. Die Ressorts Politik, Wirtschaft, Geschichte, Gesellschaft und Kultur machen die Auswahl schwer. Man kann einerseits etwas über das Pariser Viertel Belleville lesen oder aber auch gleich einsteigen in die aktuelle Presseschau beider Länder – was bewegt Frankreich und Deutschland gerade? Wer mittendrin genug hat von der deutschen Sprache, der klickt auf ein kleines Fähnchen und findet die Seite gekonnt übersetzt in Französisch. Illustriert sind die Artikel übrigens auffallend kreativ durch passende Fotos – so entstehen keine Bleiwüsten, sondern ansprechend präsentierte Leseoasen.

Das Grammatik-Quiz

Grammatik zu pauken macht keinen Spaß. Das ist einfach so. Und die französische Grammatik hat es in sich, das weiß jeder Schüler schon nach den ersten Stunden Unterricht. Allein schon die Artikel können einen ganz schön fertig machen! Carol H. Reitan ist eine Französischlehrerin in San Francisco, und sie versucht es uns Schülern leichter zu machen – mit einem Grammatik-Quiz. In 12 Kapiteln kann man sich durch ihr “French Online Grammar Quiz” klicken, und jedes Kapitel besteht aus mehreren Übungen. Die erste Übung zeigt einige französische Beispielsätze, bei dem der Artikel weggelassen wurde – und den darf man dann selber einsetzen. Weiter unten geht es dann um den furchteinflößenden Subjonctif. Besonders nett: Bei einigen Hörübungen hat sich Carol ein Mikrofon geschnappt und fragt uns Schüler etwas. Wenn die richtige Antwort angekreuzt wird, bekommt man ein nettes Lob! So macht pauken schon ein bißchen mehr Spaß.

DVD-Tipp: Sein und Haben

Er ist der Traum eines jeden Schülers: Professor Lopez ist geduldig, warmherzig, manchmal auch streng. Er nimmt sich Zeit für jeden einzelnen Schüler. Er bringt ihnen nicht nur den Stoff aus dem Lehrplan bei, sondern auch Lektionen des Lebens. Und das, obwohl er ein großes Pensum zu unterrichten hat: Er lehrt an einer kleinen Dorfschule, und zwar 13 Kinder vom Kindergarten bis zur Pubertät. Sie alle sitzen in ein und derselben Klasse, und er versucht sie alle gleichermaßen zu beschäftigen. Kein einfaches Unterfangen, zumal es für die Großen schon langsam in Richtung der weiterführenden Schulen geht und Prüfungszeiten anstehen. Nicolas Philibert hat diesen rührenden Dokumentarfilm 2002 gedreht und damit 2 Millionen französische Zuseher ins Kino gelockt. Wer sich die DVD besorgt (in Deutschland heißt sie “Sein und Haben”, im Original “Être et avoir”) sollte ruhig mal versuchen, den Film im französischen Original zu sehen – es ist gar nicht so schwer!

Essen wie Gott in Frankreich

AvignonUnter einem Sonnenschirmchen sitzen, zum Beispiel wie hier mitten in Avignon, und die warme Mittagszeit vorbeiziehen lassen bei einem kühlen Glas Weißwein und einem leckeren Essen. Das ist der Traum jedes Frankreichreisenden. Kaum ist der Urlaub vorbei, bleibt ein großes Seufzen. Da läuft einem dann das Wasser zusammen beim Gedanken an provenzalisches Hühnchen und Salat Nicoise. Oder an die leckeren Erdbeertörtchen und die Quiches. Wer es sich zutraut, kann das alles natürlich selber brutzeln – Rezepte aus allen Teilen Frankreichs gibt es auf dieser Internetseite. Zum Beispiel Crêpes gefüllt mit Camembert und Äpfeln, ein Rezept aus der Bretagne. Oder Pflaumen im Blätterteig aus der Auvergne – und dazu natürlich passend zur Region ein Gläschen Volvic…

Hörtipp: One Thing in a French Day

Sie klingt zuckersüß, diese Laetitia. Wie ein kleines Mädchen. Dabei ist sie eine junge Frau, bereits Mutter, die da ins Mikrofon spricht. Im Dezember 2006 hat sich die Französin das erste Mal getraut, einen Podcast zu machen. Seither hat sie über 350 Folgen von “One Thing in a French Day” produziert. In den kurzen MP3-Dateien spricht sie über ihren Alltag in Frankreich. Natürlich in ihrer Muttersprache. Über den Gang zum Bäcker oder über Reisen, die sie unternommen hat, über neue Entwicklungen ihrer Tochter Micaela oder über französische Liebeslieder. Wenige Minuten lang sind diese kleinen Erzählungen, und den Text kann man auf ihrer Seite mitlesen. Eine wunderbare Französischübung bei der man gleich das Gefühl hat, dass ein Insider einem etwas über dieses schöne Land verrät. Und Laetitia nimmt sich sogar die Zeit, Fragen in der Kommentarfunktion geduldig zu beantworten. Habt Ihr weitere Hörempfehlungen für alle Frankreichfans?

Eine Fotoreise nach Frankreich

Photo : Bruno Monginoux

Frankreich ist wunderschön. Bruno Monginoux weiß das, er ist Hobbyfotograf und liebt vor allem die Landschaft seiner französischen Heimat. Mehr als 3000 seiner stimmungsvollen und technisch perfekten Bilder kann man auf seiner Internet-Seite sehen, allerdings ist dann Fernweh beim Stöbern vorprogrammiert. Ob Bretagne oder Normandie, ob Provence oder Pyrenäen – überall hat Bruno seine Kamera mit dabei gehabt. Natürlich war Bruno Monginoux auch in der Auvergne unterwegs, in der Heimat von Volvic. Und er hat dort die faszinierenden Vulkane fotografiert. Auf dem hier abgebildeten Foto sieht man den Vulkan Puy des Goules. Ab auf die Cyber-Reise mit Bruno!

Vokabeltrainer Französisch

Wie heißt nochmal „Computer“ auf Französisch? Und wie war das mit dem Subjonctif? Die Schulzeit ist einfach schon viel zu lange her, das Sprachverständnis völlig verschüttet irgendwo im hintersten Eckchen des Gehirns. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet ein Gymnasiast aus Karlsruhe uns helfen will, die Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen! Markus Kiss hat eine Internet-Seite ins Leben gerufen, mit der man sowohl Vokabeln als auch Grammatik pauken kann. Und zwar ganz ohne Installation. Einfach hinsurfen auf den Französisch-Trainer, und loslegen. Damit das ganze nicht zur drögen Paukerei wird, hat Markus viele Übungen zu einem Quiz zusammengefasst. Na – wer wird Französisch-Millionär?

Hörtipp: arte Radio

Logo von ArteradioArte kennt man eigentlich als anspruchsvollen Fernsehsender, der vielerorts zweisprachig empfangbar ist: Auf Deutsch und auf Französisch. Seit einigen Jahren hat der Sender aber auch ein wunderbar ausgebautes Internetangebot. Hier empfiehlt sich für alle Frankreich-Freunde vor allem ein Blick – oder besser gesagt ein Hörmoment – in das Programm von arte Radio. Hier gibt es Hörspiele, Dokumentationen und Reportagen zu hören. Wer möchte, kann sie auch als Podcast herunterladen oder mobil hören auf dem Handy. Praktisch für das selbst zusammengestellte Radioprogramm ist der Tuner. Aber Vorsicht: Das Hören kann zur Sucht werden!

DVD-Tipp: Der Schmetterling

Szenenbild aus "Le papillon"Ein alter Mann begegnet einem jungen Mädchen – und entdeckt dadurch das Leben neu. Das ist kurz zusammengefasst die Geschichte des französischen Films „Der Schmetterling – Le Papillon“. Julien ist ein Schmetterlings-Sammler – ein betagter Mann mit weißem Bart und mürrischem Wesen. Erst als er schon längst unterwegs ist, um einen besonders seltenen Schmetterling zu finden,  bemerkt er, dass er nicht allein ist: Die kleine Elsa hat sich ihm angeschlossen. Hartnäckig sucht sie seine Nähe, stellt unablässig Fragen – und verzaubert ihn und wohl auch alle Zuschauer innerhalb der 83 Minuten, die dieser Film dauert. Im Kino war der Film ein Hit: Über eine Million Menschen sahen ihn in Frankreich. Wer ihn sich auf DVD kauft, der sollte sich ruhig mal die Original-Tonspur anhören: So schwer ist das Französisch der beiden Hauptdarsteller Michel Serrault und Claire Bouanich gar nicht zu verstehen! Hier gibt es einen Ausschnitt aus der deutschen Version:

[audio:http://www.koolfilm.de/schmetterling/presse/klappehalten.mp3]

Videoblog: La Chanson du Dimanche

Bei uns gibt es das Wort zum Sonntag. In Frankreich gibt es das Lied zum Sonntag. Zumindest haben zwei wunderbar schräge Vögel diese Rubrik erfunden. Der Mathematiklehrer Clément Marchand und der Filmregisseur Alexandre Castagnetti stellen seit Februar 2007 jeden Sonntag ein Video online, auf dem die zwei zu sehen sind. Sie sitzen irgendwo in Paris am Straßenrand, tragen die stets gleichen Klamotten und strubbelige Haare. Der eine hat eine Gitarre im Arm, der andere ein Keyboard auf dem Schoß und schon legen sie los. Sie singen selbstkomponierte Lieder, rasant und komisch, aber auch kritisch. Den Text gibt es auf ihrer Homepage zum Nachlesen – dort gibt es auch einen Newsletter, damit man keine Folge verpasst.