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Der Trink-Check

Tag 9: Ok, eigentlich hätte ich das gleich am Anfang machen sollen, aber besser spät als nie. Ich hab gerade hier auf der Seite den Trinkgewohnheitscheck gemacht. Hätte nicht gedacht, dass der so poetisch ist! Ein Satz daraus: “Wenn eine Blume nicht ausreichend gegossen wird, lässt sie ihren Blütenkopf hängen. So ähnlich verhält es sich auch mit dem menschlichen Körper – wenn Sie zu wenig trinken, kann Ihr Körper nicht voll leistungsfähig sein.” Ich bin also ein vertrocknendes Gänseblümchen… Wie traurig…

Naja, eigentlich bin ich momentan eher eine Sumpf-Pflanze. Durch die Erkältung und meine derzeitige Arbeit als Dozentin hab ich so viel Durst, dass ich gestern über 4 Liter getrunken habe, fast ohne es zu merken. Gelernt dadurch: Zum Glück gibt es keine Überdosis. Im Test habe ich jedenfalls nicht schlecht abgeschnitten – aber ein Wasserstreber bin ich auch noch nicht. Ich arbeite weiter dran. Macht Ihr eigentlich aus Solidarität mit mir diesen Test oder bin ich ganz alleine?

Erkältungskur mit Heilwasser?

Tag 8: Leider wieder was gelernt: Volvic schützt vor Erkältung nicht. Schade eigentlich. Mich plagen jedenfalls Schnupfen, Husten und Heiserkeit, und das wird wohl noch eine Weile so weitergehen. Jedenfalls hab ich schlecht geschlafen und fühle mich groggy. Trotzdem trinke ich brav weiter Wasser und ich muss sagen: Das tut gerade wirklich gut. Normalerweise hab ich bei so einer Erkältung jedenfalls einen Brummschädel, und der ist diesmal ausgeblieben. Kann schon was damit zu tun haben – weiß man’s? Nein, man weiß es nicht. Ich hoffe aber Ihr verzeiht mir, dass ich heute nicht sehr gesprächig bin. Morgen wieder mehr, versprochen. Und vielleicht komme ich heute Abend endlich mal wieder zum podcasten, dann könnt Ihr einfach reinhören auf www.schlaflosinmuenchen.com. Reden ist irgendwie gerade einfacher als schreiben…

Wassermänner und Wasserfrauen

Tag 7: Familienfeier gut überstanden. Mitten in Niederbayern, 21 fröhliche Menschen, 2 so schlechte Alleinunterhalter, dass sie schon wieder gut waren. Und natürlich wieder zwei Liter Wasser. Nun habe ich das Glück, aus einer sehr lustigen und sehr alkoholfernen Familie zu stammen. Getrunken wurde wenig Wein, wenig Bier, und eine Menge Wasser und Apfelschorle. Laut war es trotzdem. Zeit für mich, zwischen Polonaise, Schunkeln und Trällern von Oktoberfesthits eine kleine Umfrage zu starten. Zugegeben, nicht ganz übertragbar auf ganz Deutschland oder gar die ganze Welt, aber doch erhellend – zumindest für mich.

Wenn man einer Frau kurz sagt, dass man gerade für einen namhaften Wasserhersteller testweise Wasser trinkt und wie sie es so hält mit dem Mineralhaushalt, dann kann sie eine halbe Stunde davon erzählen. Wieviel sie täglich trinkt, wann und warum, welche Methoden sie schon ausprobiert hat (Stichwort Edelsteinwasser), welche Marke sie am liebsten mag und so weiter. Zu etwas späterer Stunde kann jede Frau dann auch noch bereitwillig Auskunft darüber geben, wie oft sie ob des Wasserkonsums jeden Tag auf die Toilette saust.

Wenn man einen Mann fragt, wieviel er denn so jeden Tag trinkt, dann gerät er sofort in eine erschrockene Defensivhaltung. Zwei Bier am Abend seien ja noch kein Grund zur Beunruhigung, das sei in Deutschland doch so üblich. Wenn der Mann dann erleichtert feststellt, dass es doch nur um Wasser gehe, dann schaut er erstaunt. Wie viel er trinkt? Bis er keinen Durst mehr hat. Wann er trinkt? Wenn er Durst hat. Was er trinkt? Was da ist. So. Fertig. Nicht mehr und nicht weniger. Klar, über Surround-Sound-Anlagen und Hybridautos können sie Stunden reden. Auch wenn die nicht direkt zur eigenen Gesundheit und dem eigenen Wohlbefinden beitragen (auch darüber könnte man mit Männern Stunden diskutieren).

Das Ergebnis meiner Umfrage lautet: Männern ist Wasser egal. Sie trinken es – aber sie reden nicht drüber. Scheint ein Gentlemen’s Agreement zu sein. Zum Glück hat Volvic also eine Frau gefragt, wie es ist, jeden Tag zwei Liter zu trinken – sonst hättet Ihr hier sehr, sehr wenig zu lesen…

Mein guter Ruf ist ruiniert

Tag 6: Der Test hier zieht mittlerweile ganz schöne Kreise. Mein Podcasthörer Andreas schreibt: “Okay, wir kennen uns nicht persönlich, aber sollte ich Dich mal besuchen kommen, könnte ich jetzt ganz einfach eine Flasche Volvic als Geschenk mitbringen. Kein Grübeln über passende Pflanzen mehr, keine Angst, ob Du Wein magst oder das schleche Gewissen, dass Pralinen dick machen. Und das Wasser wäre gesund und Du hättest es nicht mal selber heim tragen müssen.” Nein, Freunde, so leicht kommt Ihr mir nicht davon!

Nur damit das klar ist: Ich möchte in Zukunft zu meinem Geburtstag kein Wasser geschenkt haben. Auch nicht zu Weihnachten. Ich will bei Einladungen in schöne Restaurants nicht nur Wasser trinken, und ich möchte auch meine Scheibenwaschanlage nicht mit Volvic füllen lassen (falls mein Automechaniker das hier liest). Ich möchte nicht in Volvic baden und ich möchte an Silvester nicht mit Volvic anstoßen (obwohl es mir besser schmeckt als Sekt, Prosecco und Champagner zusammen). Ich möchte meine Blumen nicht mit Volvic gießen und meine Katze nicht damit füttern (tränken?).

So, das musste ich mir jetzt mal von der Seele schreiben. Grins. Bei der Suche nach einem passenden Foto zu diesem Thema habe ich übrigens einfach bei Flickr das Stichwort “Geschenk” eingegeben und kam dadurch auf erstaunliche Geschenkideen. Zum Beispiel habe ich den kleinen zweisprachigen Seifenladen entdeckt, aus dem das Bild stammt. Da gibt es Teebeutel gefüllt mit Seife! Coole Idee. Und Ihr wisst ja: An meine Haut lasse ich nur Volvic – äh, Wasser und Seife! Bis morgen!

10 Liter für Aschenbrödel

Tag 5: So, heute mal Tacheles hier. Keine Sperenzchen mit Fotos und Audio und so. Heute wird hier mal eine erste Bilanz gezogen, immerhin sind die ersten zehn Liter vertilgt. Es ist ein komisches Leben als Versuchskaninchen, das kann ich Euch sagen! Ich stehe morgens auf und denke als Erstes an Wasser. Während ich dann das erste Gläschen trinke horche ich aufgeregt in mich hinein: Tut sich was?

Irgendwie warte ich auf ein Wunder. Kann ich plötzlich so gut sehen, dass ich keine Kontaktlinsen mehr brauche? Nehme ich auf wundersame Weise zehn Kilo ab? Habe ich auf einmal so viel Kondition, dass ich ohne Pusten im dritten Stock ankomme? Oder kann ich gar über Nacht die Katzensprache, nur weil ich endlich genügend trinke?

Bis jetzt hat sich noch kein Wunder eingestellt, und ich vermute langsam, dass ich in meiner Kindheit zu viele tschechische (schweres Wort, tippt das mal schnell!) Märchenfilme gesehen habe. Die Kehrseite gibt es auch: Ich will im Internet eigentlich gar nicht zu viel über das Thema lesen, weil ich mich nicht beeinflussen lassen möchte. Und trotzdem weiß ich, dass manche durch mehr trinken das ständige Kopfweh vermieden haben. Tja, das scheint bei mir schonmal nicht zu funktionieren, jedenfalls brummte mir gestern der Schädel – der bayerische Föhn lässt sich offenbar nicht mit Volvic vertreiben…

Eines kann ich sagen: Ich fühle mich nicht schlechter, seit ich ausreichend trinke. Und natürlich bin ich mächtig stolz auf mich, dass ich das endlich mal durchhalte. Weil ich weiß, dass ich mir was Gutes tue, fühle ich mich auch gut. Das funktioniert aber sonst auch mit einem Riegelchen Schokolade… Oh, das wäre doch eine Idee: Wasser mit Schokoladengeschmack! Ich schweife ab. Jetzt erstmal Frühstück – und danach zwei Liter Wasser. Was tut Ihr eigentlich Gutes für Euren Körper? Und für die Seele? Bin für Anregungen offen!

Yoga und der Trink-Wecker

YogaTag 3: Also die Glasmethode hat gestern wunderbar funktioniert. Habe sogar mehr als meine zwei Liter getrunken – weil das Essen etwas salzig war und ich vorhin im Yoga von meiner Lehrerin Vee (im Bild rechts) ganz schön gequält wurde… Tja, und dann höre ich einen SWR3-Podcast mit Anke Engelke (Wie war der Tag, Liebling?), und die erzählt da, man solle zum Essen gar nichts trinken. Irgendwas von wegen dann wird die Magensäure verdünnt und die Verdauung beeinträchtigt. Dazu gibt es sogar ellenlange Diskussionen – aus denen man eigentlich auch nicht schlau wird. Egal – ich muss zum Essen was trinken, das ist antrainiert und außerdem schmeckt’s dann irgendwie besser.

Mit dem richtigen Trinkverhalten scheint es ohnehin so zu sein wie mit den Kniebeugen: Alle paar Jahre ändert sich die Meinung der Experten darüber. Ich habe jetzt jedenfalls einen “Trink-Wecker” entdeckt – der erinnert mich per Mail daran, dass ich jeden Tag genügend trinken soll. Aber derzeit hab ich 78 ungelesene Mails, also denke ich das ist nicht so schlau… Cooler ist da schon ein weiterer Wecker, den man installieren muss – und der jede Stunde mal hallo sagt und mir ein schlechtes Gewissen macht. Probier ich aus.

Und noch ein interessantes unnützes Wissen: Wer in einer Partnerschaft oder Familie lebt, vergisst das Trinken angeblich eher als Singles. Warum nur? Soll das heißen, Singles haben mehr Langeweile und trinken dann Wasser, um sich die Zeit zu vertreiben? Ich geh jetzt mal was trinken – und Ihr könnt mir gerne in die Kommentare schreiben, ob Ihr vor, während oder nach dem Essen was trinkt… Würde mich echt interessieren.

Heilige drei Könige, heilige fünf Gläser

Fünf GläserTag 2: Also wenn ich gestern am ersten Tag des Testes was gelernt habe dann das: Zwei Liter sind gar nicht so viel wie ich dachte. Vor allem, wenn man abends ein scharfes Curry isst… Gut, ich habe auch gelernt, dass man nicht einen Liter trinken sollte, bevor man mit der Straßenbahn in die Arbeit fährt, aber das ist eine andere Geschichte.

Heute jedenfalls ist Feiertag hier in Bayern und ich habe mir ein schönes Frühstück gezaubert. Leider funktioniert es aber nicht zu sagen: “Hmmmm, und jetzt ein leckeres Glas Wasser dazu” – daher hat sich ein Glas O-Saft in meinen heutigen Flüssigkeitsbedarf eingeschlichen. Pssst, nicht verraten!

Da ich heute zu Hause arbeite, teste ich nach der Flaschenmethode von gestern (2 Flaschen rumstehen lassen, beide müssen am Abend leer sein) heute die Glasmethode: Noch vier Gläser Wasser stehen in der Küche und warten wie Schäfchen auf den Schlachter darauf, getrunken zu werden. Die zittern bestimmt jedes Mal, wenn ich an ihnen vorbeilaufe… Später dann geht’s ins Yoga, das ist normalerweise das einzig Gute, das ich meinem Körper jede Woche tue. Komme mir schon fast vor wie ein Gesundheitsstreber nach diesen zwei Tagen! Jetzt fehlt nur noch, dass ich jeden Morgen joggen gehe… Gruselig…

Lasst den Test beginnen!

Zwei Flaschen (oder drei?)

Zwei Flaschen (oder drei?)

Tag 1: Tja, so sieht es aus, das moderne Versuchskaninchen. 32 Jahre alt, Journalistin und Podcasterin aus München, und wie viele Frauen eine bekennende Zuwenigtrinkerin. Ein Glas O-Saft am Morgen, zum Essen ein Glas Wasser, eventuell noch ein bißchen Tee im Winter – das war’s. Das schlechte Gewissen nagt schon lang, aber es war nicht hartnäckig genug. Anders dagegen Carolin von Volvic: Sie  hat mich angerufen und mir einen Deal vorgeschlagen: Ich soll zwei Wochen lang jeden Tag zwei Liter Wasser trinken (natürlich Volvic, sonst wären wir ja nicht hier) und Euch in diesem Blog mitteilen, wie es sich anfühlt. Mission: Wassertrinken! Nach all der Feiertags-Völlerei gar keine schlechte Idee, dem Körper was Gutes zu tun.

Der erste Tag jedenfalls fing schonmal ungewöhnlich an. Denn während ich normalerweise Leitungswasser trinke, das ja bequem “geliefert” wird, bin ich heute zum Getränkemarkt nebenan gesaust und habe meine Beute in den dritten Stock (ohne Lift) geschleppt. Morgen ist Feiertag, also hab ich gleich vier Flaschen geholt. Erkenntnis eins: Wassertrinken macht Muckis, ohne Zweifel. Gut für die Kondition!

Jetzt frage ich mich, wie ich das Wasser trinken soll. Nein, ich weiß schon, Mund auf, Wasser rein, runterschlucken und so. Aber ich meine: Alles auf einmal, damit ich es hinter mir habe für heute? Oder brav ein Gläschen nach dem anderen, über den Tag verteilt? Ich denke an die Mädels, über die ich mich gerne lustig mache: Die, die immer eine Flasche Wasser dabei haben, ob in der U-Bahn oder in der Uni, am Arbeitsplatz oder beim Yoga. Vielleicht werde ich jetzt auch eine von ihnen… Ihr werdet es erfahren. Ebenso, ob das Wasser nun nach Lava schmeckt oder nicht – kommt immerhin aus einem Vulkan. Und was Puzzolan ist. Fragen über Fragen… Bis morgen!