So entsteht ein Brunnen
Von der Planung bis zum Bau
Im Jahr 2005 wurde Volvic erstmals gemeinsam mit UNICEF aktiv, um durch den Bau von Brunnen sauberes Trinkwasser in den von Wassermangel betroffenen Regionen Äthiopiens zu spenden. Seitdem ist viel passiert: In den zurückliegenden sechs Jahren konnte die Anzahl der fertig gestellten Brunnen Jahr für Jahr gesteigert werden. Mittlerweile sind wir bei rund 155 Brunnen angekommen – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.
Aber wie genau kommt ein Brunnen nach Äthiopien?
Benötigt ein Dorf einen Brunnen, müssen sich die Bewohner an die äthiopische Behörde wenden. UNICEF unterstützt die Behörde dann bei der Bedarfsanalyse und der Wahl der erforderlichen technischen Maßnahmen.
Hilfe zu selbstbestimmten Handeln
Wichtig in dieser Phase ist die frühzeitige Einbeziehung der Dorfbewohner in die Planung. Die Arbeit von UNICEF folgt dabei konsequent dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“: Von den Bewohnern in den umliegenden Dörfern wird ein verantwortliches „Wasserkomitee“ bestimmt, das später auch Wartung und Betrieb des Brunnens übernimmt.

Während des Baus wird das Wasserkomitee in die Bedienung und Instandhaltung des Brunnens eingeführt. Im Dorf findet darüber hinaus eine Hygieneaufklärung, um in Zukunft Erkrankungen gezielt vorzubeugen.
Bevor es mit dem Brunnenbau losgehen kann, machen Wasseringenieure vor Ort einen genaue technische und hydro-geologische Analyse: Dabei bewerten sie die Chancen und Risiken des Vorhabens. Basierend auf diesem Report wird dann durch UNICEF die Bohrung und die Installation des Brunnens Schritt für Schritt vorbereitet und umgesetzt.
Der Prozess der Vorbereitung dauert mehrere Monate, die Bohrung und Montage des Brunnen drei bis vier Tage, je nachdem wie die Bodenstruktur ist. Jeder Brunnen ist darauf ausgelegt, mindestens 10 Jahre lang betrieben zu werden und in dieser Zeit den Bedarf der Dorfbewohner an sauberem Trinkwasser zu decken.
