Das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“
erstreckt sich südöstlich von Hamburg von Elbekilome-
ter 472,5 bei Schnackenburg bis Elbekilometer 569 bei
Lauenburg über eine Gesamtfläche von 567 Quadrat-
kilometer.
Die naturnahe Stromlandschaft mit ihren ausgedehnten
Flussauen liegt beidseits der Elbufer im ehemaligen Ur-
stromtal der Elbe. Als Besonderheit ragt aus der Niede-
rung bei Pevestorf der 60 m hohe Höhbeck heraus. Auf
dieser kleinflächigen, nur etwa 5 Quadratkilometer
große Geestinsel wechseln sich Kiefernwälder, Dünen,
Äcker, Trockenrasen, Laubwälder und Quellhänge ab.
An dem steilen Nordhang entspringt als Besonderheit
der Thalmühlbach und fließt elbwärts. In seinen natur-
nahen Randbereichen findet man einen bemerkenswert
großen Artenreichtum. Doch hat sich an seinen Ufern
eine außergewöhnlich stark und schnell wuchernde
Pflanzenart, der Japanische Staudenknöterich, eingenis-
tet. Er verdrängt die heimischen Pflanzen, zerstört die
Uferstrukturen und verhindert die Selbstreinigungskraft
des Gewässers. Darum muss seine weitere Ausbreitung
werden.
Bislang kann diese Pflanze nur mit chemischen Unkraut-
bekämpfungsmitteln erfolgreich beseitigt werden, die
schädlich für die übrigen Pflanzen sind und die Gewäs-
ser belasten.
In dem Projekt in der Kooperation mit Volvic und
UNESCO wird eine neuartige und umweltschonende
Methode erprobt, um diese stark wuchernde Pflanzen-
art zu verdrängen. Das Projekt wird aufgrund seiner
Relevanz und Neuartigkeit von Studenten der Universi-
tät Hamburg begleitet werden.
WEITERE INFORMATIONEN ZUM BIOSPHÄRENRESERVAT NIEDERSÄCHSISCHE ELBTALAUE UNTER:
http://www.elbtalaue.niedersachsen.de
WO LIEGT DAS BIOSPHÄRENRESERVAT?
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- Der japanische Staudenknöterich besetzt schon die kompletten Ufer- zonen und breitet sich schnell aus.
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- Um dies zu verhindern startet in diesem Frühjahr unser Projekt zur schonenden Eindämmung des japanischen Staudenknöterichs.
Die Überdeckung mit Folie, also die absolute Verdunkelung des Untergrunds, die einzige Methode, den Knöterich auf Dauer zu beseitigen. Da der größte Teil der Pflanze sich unterirdisch ausbreitet und seine Wurzeln bis 1 m Tiefe ausstreckt, würden andere Maßnahmen wie Ausgraben und zerpflügen nichts nutzen. Besucher und Einheimische werden ein bis drei Jahre mit der Folien leben müssen, denn solange dauert es, bis der Knöterich „aufgegeben“ hat. Begleitend werden in den Folienbereich schon während der Liegezeit einheimische Baumarten wie Ulmen, Eschen u. a. eingepflanzt, die dann, wenn die Folie weggenommen wird, eine Größe erreicht haben sollen, die eine ausreichende Beschattung des Bodens liefern.

- Prof. Dr. Johannes Prüter, Leiter der Biosphärenre- servatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue
„Ich bin sehr glücklich, dass wir durch die Unterstützung von Volvic
einen Weg gefunden haben, diese Maßnahme zu finanzieren. Wenn
es gelingt, den Staudenknöterich zurückzudrängen, haben wir zur
Erhöhung der Artenvielfalt und der Verbesserung der Wasserqualität in einem kleinen, aber besonderen Teil des Biosphärenreservats bei-
tragen können.“





