NIEDERSÄCHSISCHES WATTENMEER
Volvic für Unesco

Das Wattenmeer ist eine unserer letzten großräumigen
Kulturlandschaften.

Seine Gezeitendynamik schafft extreme, zweimal täglich
wechselnde Lebensbedingungen und vielfältige Lebens-
räume: Salzwasserrinnen, Salzwiesen vor dem Deich
und Inseln. Im Biosphärenreservat Niedersächsisches
Wattenmeer brüten und rasten viele Vogelarten und hier
leben natürlich auch Seehunde und Kegelrobben.

Ein wichtiges Ziel der heutigen EU-Wasser- und Um-
weltpolitik ist der Schutz der Wasserqualität und die Er-
haltung der Selbstreinigungskraft der Flüsse, Seen und
Meere. Zur Reduzierung der Nährstoffbelastung des
Seewassers kann auch die sogenannte Aquakultur, also
die kontrollierte Aufzucht von im Wasser lebenden Orga-
nismen beitragen.

In dem Projekt in der Kooperation von Volvic und der
UNESCO wird erstmals eine gemeinsame Aufzucht von
Miesmuscheln und bestimmten Algen im niedersäch-
sischen Wattenmeer erprobt. Sie fungieren als Senke
für Nährstoffe, die bei der Ernte aus dem System ent-
fernt werden. Die gemeinsame Aufzucht verspricht eine
nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität, da durch
die Schadstofffilterung der Muscheln mehr Licht in tiefer-
es Wasser eindringt und damit die Reinigungsleistung
der Algen erhöht.


WEITERE INFORMATIONEN ZUM BIOSPHÄRENRESERVAT NIEDERSÄCHSICHES WATTENMEER UNTER:

www.nationalpark-wattenmeer.niedersachsen.de

WO LIEGT DAS BIOSPHÄRENRESERVAT?

Karte Biosphärenreservat

FRISCHE SEELUFT UND SAUBERES WASSER

Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Wasserqualität von Küstengewässern durch den Einsatz von heimischen Makroalgen und Miesmuscheln in einer integrierten Aquakultur. Unter Freilandbedingungen wird die Höhe des Entzugs gelöster und partikulärer Nährstoffe aus dem Meerwasser ermittelt.

Das Experiment wird am östlichen Ausgang des Hookmeeres zur Jade durchgeführt.
Der Versuchsponton wird in Position gebracht und verankert.
 
Für Parallelversuche werden jeweils zwei Kulturtanks mit Muscheln und Algen eingesetzt..
Vor Versuchsbeginn erfolgt die Halterung der Miesmuscheln in sogenannten Muschel- strümpfen.
 
Seit Anfang März werden Proben gemommen, um die Abbauleistung anhand von Gradienten quantifizieren zu können.
Die Algen wachsen unter Nährstoff- und CO2- Aufnahme.