Hydrogames Faktencheck - wir klären auf!

Warum nutzt Volvic PET-Flaschen statt Glasflaschen?

Glasflaschen erfreuen sich in der allgemeinen Wahrnehmung großer Beliebtheit. Dabei beruht die Einschätzung der Ökobilanz von Verpackungsmaterial auf sehr komplexen Zusammenhängen aus Energieverbrauch, Gewicht und den zurückgelegten Transportstrecken. Kurz gesagt: auf das Gewicht und die Distanz kommt es an. Für unsere Produkte ist eine zu 100% recycelbare Einwegflasche, die zu 100% aus recyceltem PET besteht (außer Deckel und Etikett) die nachhaltigste Verpackungslösung. In Deutschland gelangen übrigens 98,7% über das Pfandsystem in den Verarbeitungskreislauf. Mehr dazu hier, sowie in einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung.

Übrigens: PET-Einwegpfandflaschen sind für Volvic auch im Vergleich zu PET-Mehrwegpfandflaschen die nachhaltigere Lösung. Würden wir Mehrwegpfandflaschen nutzen, müssten wir diese zurück an die Quelle transportieren, was einen erhöhten CO2-Fußabdruck zur Folge hätte. Stattdessen gelangen unsere Flaschen durch das Pfandsystem direkt in Deutschland wieder in den Recyclingkreislauf.  

 

Trocknet die Abfüllung und der Verkauf von natürlichem Mineralwasser Volvics Quelle aus? 

Unsere größte Verantwortung ist die möglichst nachhaltige Abfüllung unseres Mineralwassers. Die jährlichen Abfüllmengen werden durch gesetzliche Vorschriften und unter Aufsicht von  Hydrogeolog*innen, die für die Verwaltung der Quellen verantwortlich sind, sehr genau kontrolliert. Aus diesem Grund entnehmen wir maximal so viel natürliches Mineralwasser, wie die Quelle auf natürlichem Weg reproduzieren kann.  Darüber hinaus führen wir bereits seit mehreren Jahren Wassersparmaßnahmen durch, die es uns erlaubt haben, unsere Entnahmemengen signifikant zu reduzieren. Dies liegt nicht nur im Interesse der Natur, sondern auch in unserem eigenen. Als natürliches Mineralwasser darf Volvic nur an einer Quelle abgefüllt werden. Dies ist Teil der gesetzlichen Definition eines natürlichen Mineralwassers. Sollte die Quelle versiegen, gibt es auch Volvic nicht mehr. Mehr dazu hier

 

Ist Volvic qualitativ hochwertig?

Als natürliches Mineralwasser ist Volvic ein Naturprodukt und stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, die vor Verunreinigungen geschützt sind. An natürliches Mineralwasser werden strenge gesetzliche Anforderungen gestellt, um eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen. Sowohl die Quellen als auch die Abfüllung von Mineralwasser werden im Rahmen einer amtlichen Anerkennung einer gewissenhaften Prüfung unterzogen. Die Vorgaben definiert die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung (MTVO); in dieser Verordnung legt der Gesetzgeber Grenzwerte und Anforderungen fest. Volvic erfüllt alle nationalen und internationalen Bedingungen, die an die Abfüllung und den Vertrieb von natürlichen Mineralwässern gestellt werden. Mehr dazu hier.

 

Hat sich Volvic die klimaneutrale Zertifizierung durch Kompensationsprojekte (Ablasshandel) erkauft?

Volvic wurde von der unabhängigen Organisation The Carbon Trust klimaneutral zertifiziert. Hierzu werden zunächst die Emissionen der gesamten Wertschöpfungskette gemessen und im Anschluss Reduzierungsstrategien entwickelt, um kontinuierlich Emissionen zu reduzieren. Erst im letzten Schritt werden übrige Emissionen kompensiert. Hierbei arbeitet Volvic mit streng zertifizierten Projekten. Mehr dazu hier.

 

Gehört Volvic zu Nestlé?

Volvic gehört zu Danone und nicht zu Nestlé. Danone ist ein eigenständiges Lebensmittelunternehmen, das auch in der Vergangenheit nie zu Nestlé gehört hat.

 

Ist Volvic für das Absinken des lokalen Grundwasserspieles und  das Austrockenen einer Fischzucht verantwortlich?

Das natürliche Mineralwasser Volvic wird nicht aus Oberflächenwasser, sondern aus bis zu 100 Meter tiefem Grundwasser gewonnen. Grundwasservorkommen sind generell weniger empfindlich gegenüber kurzfristigen Klimaschwankungen als Oberflächenwasser. Nichtsdestotrotz wird die Entwicklung des Grundwasserspiegels von den unterschiedlichen Wassernutzern sowie den Behörden streng überwacht und kontrolliert. Der zertifizierte Hydrogeologe Livet gab im Rahmen eines Begleitausschusses im Februar 2020 an, dass "die durchschnittliche Jahresbilanz der Ressource zeigt, dass der Grundwasserspiegel über das Jahr hinweg nicht im Defizit ist. " (Quelle: Monitoring Committee, Februar 2020, S. 3.). Darüber hinaus hat Professor de Marsily, Hydrogeologe und emeritierter Professor an der ‚Universität Pierre et Marie Curie‘ und an der ‚Ecole des Mines de Paris‘ sowie Mitglied der Akademie der Wissenschaften, kürzlich auf einer Konferenz bekräftigt, dass "der Rückgang der Grundwasserneubildung im Becken von Volvic ausschließlich auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Der Temperaturanstieg von fast 2 °C [im Quellgebiet] seit den 1980er Jahren führt zu einer erhöhten Verdunstung und begrenzt somit das Einsickern von Regenwasser in den Grundwasserleiter.“ Außerdem wird darauf hingewiesen, dass in Zeiten extremer Hitze und Trockenheit die Strömung der Flüsse zwar stark abfällt, sich dann aber fast sofort wieder auffüllt, wenn es regnet. Dieses Phänomen ist nicht spezifisch für das Departement Puy de Dôme.

 

Hält Volvic Gutachten zum Volvic Hydrosystem zurück?

Neben einem Team von Hydrogeolog*innen, die täglich die Wassermengen im Grundwasserleiter kontrollieren, unterstützen wir Forschungsarbeiten, die darauf abzielen, die Kenntnisse über den Grundwasserleiter und seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu vertiefen. In diesem Zusammenhang erhielt Danone eine Kopie der Dissertation – kein Gutachten -  von Simon Rouquet vom 11. Dezember 2012, die bis zum 31. Dezember 2022 als vertraulich gekennzeichnet ist. Dies ist auch für Danone bindend, weshalb es nicht in unserer Macht steht, die Dissertation zu veröffentlichen.