Seit 2008 arbeiten wir eng mit der UNESCO zusammen, um im Rahmen des Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) die Wasserqualität in deutschen Biosphärenreservaten zu verbessern. Bislang wurden 22 Projekte realisiert, um die lebenswichtige Ressource für Mensch und Natur zu schützen und die Natur durch nachhaltiges Wirtschaften zu bewahren. Wir wollen mehr tun, als von uns erwartet wird: Unser Engagement setzt auf langfristige Partnerschaften und zielt auf nachhaltige Erfolge. Eine Übersicht zu den von Volvic geförderten Projekten in UNESCO Biosphärenreservaten gibt es hier.

Was heißt eigentlich UNESCO-Biosphärenreservat?

Biosphärenreservate haben das Ziel, Landschaften zu erhalten, die über eine besondere Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt und über besondere Ökosysteme verfügen. Seit 1970 wählt die UNESCO im Rahmen des Programms „Mensch und Biosphäre“ auf der ganzen Welt einzigartige Regionen aus, die besonderen Schutz brauchen und als Vorreiter für ein zukunftsfähiges Leben dienen. In den Biosphärenreservaten werden dann langfristig Formen der Bewirtschaftung gefördert, die soziokulturell und ökologisch nachhaltig sind. Die Umwelt wird erforscht, um Erkenntnisse für einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu gewinnen. Ob Kinder, Jugendliche, Bauern, Förster oder Politiker – alle Gruppen werden in die Projektgestaltung eingebunden und in Schulungen weitergebildet.

Für uns ist es ein besonderes Anliegen, etwas für die Wasserqualität in Deutschland zu tun. Biosphärenreservate und die Zusammenarbeit mit der UNESCO geben uns die Möglichkeit dazu. In Deutschland gibt es 18 Biosphärenreservate, diese repräsentieren wichtige deutsche Lebensräume und Landschaften.

„701 UNESCO Biosphärenreservate weltweit zeigen, was es in einer bestimmten Region heißen kann, tatsächlich nachhaltig zu leben. Nachhaltig zu leben bedeutet, dass die Natur und ihre Ressourcen bewahrt werden und dass zugleich Menschen gut zusammenleben und ein faires Einkommen haben. Nachhaltige Lösungen werden in Brasilien anders aussehen als in Kenia oder in Deutschland. Die Biosphärenreservate sind die ‚Labore‘, wo man solche Praxiserfahrungen sammeln kann.“, so Dr. Lutz Möller, Stellvertretender Generalsekretär und Leiter des Fachbereichs Nachhaltige Entwicklung und Wissenschaft der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

Das rund 53.00 ha große Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg ist geprägt von weitläufigen Wiesen, Weiden, Mooren und Binnendünen.

Der Spreewald, eine knapp 100 km südöstlich von Berlin gelegene, parkähnliche Auenlandschaft, bietet Lebensraum für eine reiche Tier- und Pflanzenwelt.

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EIN TATORT-KOMMISSAR UNTERWEGS IM BIOSPHÄREN­RESERVAT SPREEWALD

Was ein Biosphärenreservat ist, hat sich auch Schauspieler Fahri Yardim gefragt: „Ich habe das Wort „Biosphärenreservat“ schon mal gehört und diese Eule auf dem Schild gesehen, aber mal ganz ehrlich – ich habe keinen Plan, was ein Biosphärenreservat wirklich ist“. Zusammen mit Arnulf Weingardt, Umweltschützer im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald, machte er sich deshalb auf, um mehr darüber zu erfahren. Der Film zeigt, welche Einsichten er dabei gewinnen konnte und was er über das UNESCO-Biosphärenreservat im Spreewald gelernt hat.

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Biosphären­reservat Spreewald – Das Problem

Schlepzig ist eine der ältesten Gemeinden Brandenburgs und liegt inmitten der sumpfigen Landschaft des Spreewalds. Der Schlepziger Luchteich hat eine spannende Geschichte: Ursprünglich war er ein Moor, das sich nach der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren in einer ehemaligen Schmelzwasser-Rinne gebildet hat. Viele Jahrtausende konnte das Moor in Ruhe wachsen – bis Ende der 1960er Jahre der wertvolle Torf abgebaut wurde, um andernorts nährstoffärmeren Boden damit anzureichern. Infolge des Torfabbaus entstand ein Tümpel, der Gefahr lief, zuzuwachsen.

 

DIE LÖSUNG

Um dies zu vermeiden, gestalteten wir in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Spreewald ein vielfältiges Biotop. Die Wasserfläche des Teichs wurde vergrößert und die Ufervegetation neu gestaltet. Infolge der Entfernung unerwünschter Vegetation erreichen nun wieder Sonnenstrahlen das Wasser, sodass Unterwasserpflanzen besser wachsen und Sauerstoff im Wasser produzieren können. Dies erhöht die Wasserqualität sowie die Lebensbedingungen für Fische, Amphibien und Vogelarten wie Weißstorch, Pirol und Teichhuhn. Der Natur-Erlebnis-Teich soll sowohl die Artenvielfalt erhalten, als auch Lernort für Kinder und Jugendliche sein. Aus diesem Grund wurde ein Erlebnispfad eingerichtet, auf dem Kinder der naheliegenden Tagesstätte und Schüler umliegender Schulen die ortstypischen Pflanzen und Tiere am und im Gewässer anschaulich und altersgerecht kennenlernen können. Die Umsetzung des Projekts erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Spreewald, dem NABU, der Deutschen UNESCO Kommission, der Gemeinde Schlepzig und dem Landkreis Dahme-Spreewald.

DAS SAGT DER LEITER DES BIOSPHÄREN­RESERVATS SPREEWALD ZU UNSEREM PROJEKT

Eugen Nowak: "Nur wenn wir mit der Natur leben und sie verstehen, können wir gute Voraussetzungen für die kommenden Generationen schaffen. Die pädagogische Vermittlung eines bewussten Umgangs mit der Natur wird insbesondere für Kinder immer wichtiger. Durch den wertvollen Beitrag von Volvic und der UNESCO konnten wir in Schlepzig einen Lernort für nachhaltige Entwicklung schaffen, der es Kindern ermöglicht, die Artenvielfalt am und im Gewässer anschaulich und altersgerecht kennenzulernen. Auf diesem Weg, hin zu einer Sensibilisierung für Wasserqualität, ist es für uns eine große Unterstützung, wenn sich namenhafte Unternehmen für solche Projekte zum Schutz von Wasserqualität einsetzen. An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei allen Partnern und freiwilligen Helfern bedanken, die uns so tatkräftig dabei unterstützt haben, dieses Projekt zu realisieren."

Biospähren­reservat Elbe Brandenburg - Das Problem

Die Elbe ist der drittgrößte Strom in Deutschland und einer der letzten naturnahen Flüsse Europas. Der Flusslauf wird umrahmt von den größten zusammenhängenden Auenwäldern Mitteleuropas, die einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tiere bilden. Das Gebiet umfasst den Lauf der Elbe in fünf Bundesländern mit einzigartigen Natur-und Kulturlandschaften.

Wasser ist das prägende Element in der Elbtalaue. Da die Wälder jedoch lange Zeit nur begrenzte Wassermengen speichern konnten, beeinträchtigte dies die Wasserqualität negativ; Wassermangel und Hochwassersituationen waren die Folgen.

 

Die Lösung

Hier setzte unsere Arbeit mit der UNESCO an: Ziel war es, durch Wasserregulierung die Wasserspeicher- und Filterfunktion der Waldgebiete wieder herzustellen. Dies konnte mittels der Errichtung eines sogenannten „Vorfluters“ erreicht werden – ein künstlich angelegtes Gewässer, über welches den Wäldern z.B. Regenwasser aus der Landschaft zugeführt werden kann.

Die Umsetzung des Projekts erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Forst-und Wasserbehörden, mit lokalen Akteuren wie dem Privatwaldbesitzer Albrecht Graf von Wilamowitz-Möllendorf (r.i.B) und der ortsansässigen Bevölkerung. Heute ist unser Ziel erreicht: Das Wasser bleibt im Wald!

Das sagt die Leiterin des Biosphärenreservats Elbe-Brandenburg zu unserem Projekt

Jeanette Fischer:

„Wasser schafft die Voraussetzung für den Anbau gesunder Lebensmittel, sorgt aber auch für die Produktion von Sauerstoff – hier bei uns an der Elbe durch den Bestand und die Entwicklung von Auenwäldern. Es ist ein wichtiger Beitrag von Volvic und der UNESCO, den Wasserrückhalt in der Flusslandschaft Elbe durch ein konkretes Projekt zu unterstützten. Dieses Engagement ermöglicht uns, tatsächlich etwas im Kontext Klimawandel zu tun. Wenn große Unternehmen mit ihrem bekannten Namen für die Stabilisierung ökologischer Gleichgewichte eintreten, ist das sehr wirkungsvoll – auch für die Sensibilisierung der Verbraucher. Verantwortung für die natürlichen Ressourcen zu übernehmen ist nicht selbstverständlich, aber dringend geboten. Deshalb freue ich mich über dieses beispielgebende Projekt und bedanke mich bei den Förderern und meinen Partnern in der Region sehr herzlich."

Weitere Informationen zur UNESCO und dem MAB-Programm findest Du hier.

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